Patentantrag für die iBag: Apple patentiert Papiertüte

Mit dem Patentantrag für eine weiße Papiertragetasche zieht Apple derzeit allerlei Hohn und Spott auf sich.

(Foto: Apple)

Kaum ist das iPhone 7 erschienen, sorgt Apple jetzt schon mit dem nächsten »One more thing« für eine echte Überraschung bei Fans und Neidern. Die amerikanischen Patentbehörden haben einen Patentantrag des Unternehmens veröffentlicht, mit dem eine weiße Papiertragetasche geschützt werden soll. Darin werden so profane Erklärungen wie »Tüten werden oft dafür benutzt, Waren zu transportieren« abgegeben. Das innovative an der Tüte besteht laut Apple darin, dass die Tüte zu mehr als der Hälfte aus recyceltem Papier besteht und dennoch besonders reißfest ist. Das wird unter anderem durch die grandiose Idee verstärkter Ecken und Falze erreicht. Etwas überraschend ist allerdings, dass Apple die Tragetasche entgegen dem Design-Credo des neuen iPhones trotzdem noch mit Tragegriffen auszustatten will, wodurch sie auch zusammengefaltet unnötig dick aufträgt.

»Die Tragetaschen könnten beispielsweise mit Gegenständen befüllt werden, die in Geschäften gekauft wurden«, wird ein mögliches Einsatzszenario für dieses Wunderwerk der Technik beschrieben. Wahrscheinlich sollen damit also die Kunden künftig ihren Status und die subtile Werbebotschaft als privilegierter Kunde in die Einkaufsmeilen und ihre frisch erworbenen Pretiosen aus dem Apple Store stilecht nach Hause tragen können – ganz ähnlich den entsprechenden Tragehilfen bekannter Nobelmarken und Discounter, oder auch den auffällig unauffälligen Varianten aus Alkoholgeschäften und Sexshops.

Selbst im Land der unbegrenzten Müllproduktion erntet dieser verwunderliche Patentantrag einiges an Häme. So machte sich etwa der bekannte Moderator Conan O'Brien in seiner Late Night Show ausgiebig über die Luftnummer »Apple Air Bag« lustig und vermutete, dass es das neue Erfolgsmodell aus den streng geheimen Laboren in Cupertino später sicherlich auch als weitere Modelle »Air Bag Plus« mit mehr Fassungsvermögen sowie kompaktere »Air Bag Mini« geben werde. Die Tasche werde über smarte Sensoren verfügen, die dem Nutzer beispielsweise per drahtloser Verbindung auf seinem iPhone anzeigen, wenn die Tasche voll ist, so ein von der Redaktion der Show entworfener Werbeclip (siehe unten). Mit vollgeladenem Akku könne man damit sicherlich bis zu drei Stunden Dinge transportieren, ätzt O'Brien in Anspielung auf die kurzen Laufzeiten der Apple Watch weiter und schlägt Apple vor, seinen Claim in »Wir wissen nicht, was ihr wollt – und es interessiert uns auch nicht« zu ändern.