Galaxy Note 7-Debakel: Samsung versilbert Beteiligungen

Aufgrund der Akku-Probleme beim Galaxy Note 7 muss Samsung bis zu 2,5 Millionen Geräte austauschen. Den Milliardenschaden versucht der Konzern nun durch den Verkauf zahlreicher wertvoller Beteiligungen abzufedern.

(Foto: Samsung)

Waren die heißlaufenden und explodierenden Akkus im neuen Galaxy Note 7 für Samsung anfangs in erster Linie ein PR-Debakel, wird langsam klar, welch hohen wirtschaftlichen Schaden die Probleme für den südkoreanischen Konzern bedeuten. Nachdem alleine in den USA 26 Fälle von Verbrennungen und 55 Fälle von Sachbeschädigung gemeldet worden waren, muss der IT-Gigant rund 2,5 Millionen Phablets umtauschen. Allein die Rückrufaktion dürfte Samsung nach Meinung von Experten rund eine Milliarde Dollar oder mehr kosten — auch für einen globalen Konzern wie Samsung viel Geld.

Deshalb hat sich das Unternehmen nun dazu entschlossen, Firmenanteile im Wert von rund einer Billion Won (rund 800 Millionen Euro) zu verkaufen, wie eine Sprecherin gegenüber dem Finanzdienst Bloomberg bestätigte. Unter den verkauften Anteilen sind 4,5 Prozent am Speicher-Hersteller Rambus sowie 0,7 Prozent am japanischen Elektronikkonzern Sharp.

Wie das Wall Street Journal berichtet, sind unter den veräußerten Beteiligungen zudem 4,2 Prozent am Festplattenhersteller Seagate sowie 2,9 am Halbleiter-Spezialisten ASML.

In Deutschland wurden zwar nur wenige Galaxy Note 7 ausgeliefert, da der Verkaufsstart hierzulande später als etwa in China, Südkorea und den USA erfolgte. Dennoch gibt es auch in Deutschland ein Austauschprogramm – das allerdings erst heute anläuft.