»Sheep View«: Kamera-Schafe erobern die Welt

»Street View« war gestern, jetzt zeigen Schafe, die mit 360 Grad-Kameras ausgestattet sind, wie es auf den Faröer Inseln aussieht.

(Foto: Visit Faroe Islands)

Mit Google Street View kann jeder Ort der Welt virtuell besucht werden, egal ob mit 360-Grad-Aufnahmen aus München oder ein Tauchgang durch das Great Barrier Reef. Kein Fleckchen dieser Welt ist vor den Kameras des Internet-Riesen sicher und wird digital festgehalten. Von wegen! An den Inseln hat Google bisher kein Interesse gezeigt. Und das, obwohl die etwa 49.000 Einwohner Google Street View mehrmals angeschrieben haben. Das Problem: Die 16 Inseln liegen abgeschieden zwischen Schottland, Island und Norwegen im Nordatlantik.

Also machten sich die Faröer selbst ans Werk und jetzt heißt es »Sheep View« statt »Street View«. Die inseleigenen Schafe zeigen jetzt, was die Inseln landschaftlich zu bieten haben. Dazu gehört raues Meer, unberührte Natur oder zerklüftete Klippen. Schafe gibt es auf den Faröer Inseln genug. Rund 80.000 Tiere sind hier zu Hause. Fünf von ihnen sind jetzt mit 360 Grad Kameras ausgestattet und auf den Inseln unterwegs. Mit Erfolg, denn mittlerweile ist »Sheep View« weltbekannt. Ziel der Aktion soll es trotzdem sein, Google Street View auf die Faröer Inseln zu bringen.