Probleme bei Beteiligung Rocket Internet: United Internet macht Verlust

Eigentlich entwickelt sich die United Internet AG prächtig und die Geschäftszahlen glänzen. Die achtprozentige Beteiligung an der Berliner Rocket Internet trübt die Quartalszahlen jedoch.

United Internet-Gebäude in Montabaur
(Foto: United Internet)

Insgesamt konnte die United Internet AG (Marken: 1&1, GMX, Web.de) ihren Wachstumskurs im 1. Quartal 2016 fortsetzen. Der Konzern mit Hauptsitz in Montabaur steigerte die Zahl seiner Kundenverträge, den Umsatz sowie die operativen Ergebniskennzahlen erneut deutlich.

Im Tagesgeschäft lief es für den Konzern von Vorstandschef Ralph Dommermuth bestens. Die Gruppe zählt jetzt insgesamt 16,24 Millionen Kunden. In den ersten drei Monaten konnte der Konzern die Zahl der Vertragskunden um 270.000 steigern. Dank des starken Kundenzulaufs vor allem bei Mobile Internet (200.000 Nutzer mehr) und DSL (40.000 Nutzer mehr) kletterte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 968,6 Millionen Euro.

Weniger erfreulich als das Tagesgeschäft entwickelte sich für Vorstandschef Ralph Dommermuth der Bereich Investments. Der vorangegangene Kursturz der Aktien der Beteiligung Rocket Internet sorgt dafür, dass United Internet eine Wertminderung von 156,7 Millionen Euro auf das Aktienpaket verbuchen muss. United Internet hält gut acht Prozent an dem Berliner Unternehmen, dessen Aktienkurs seit dem United Internet-Einstieg kräftig abgerutscht ist.

Die Auswirkungen: Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben mit 202,7 Millionen Euro knapp 17 Prozent mehr übrig. Unter dem Strich muss die United Internet AG allerdings aufgrund des Rocket Internet-Absturzes einen Verlust von 55,6 Millionen Euro verbuchen.