Verpflichtende Rundfunkgebühren: Erst 30 Cent runter, dann drei Euro hoch

Die Länder müssen entscheiden, ob die Rundfunkgebühren für die nächsten vier Jahre sinken sollen. Fest steht aber schon jetzt, dass sie ab 2021 deutlich steigen werden.

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Der Rundfunkbeitrag könnte ab 2017 leicht sinken. Am Mittwoch legte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ihren Bericht für die nächsten vier Jahre vor. Darin empfehlen die Experten den Rundfunkbeitrag von 17,50 auf 17,20 Euro zu senken.

Dies begründete die KEF damit, dass die öffentlich-rechtlichen Sender zu viel Geld in ihren Kassen hätten. Seit der Einführung der Haushaltsabgabe sei deutlich mehr eingenommen worden als erwartet. Über 1,5 Milliarden Euro liegen derzeit auf den Sparkonten der Sender. Dieses Kapital soll ab 2017 genutzt werden. Das Geld wird nach den Berechnungen der KEF die gesenkte Rundfunkgebühr ausgleichen.

Die Rücklagen reichen allerdings nur für die nächsten fünf Jahre aus. Die Sender weisen bereits jetzt darauf hin, dass sie mehr Geld benötigen.

Nach Berechnungen der KEF müsste der Rundfunkbeitrag im Jahr 2021 auf mehr als 19 Euro pro Monat und Haushalt steigen, um die Finanzierungslücke zu schließen. Dass der Beitrag 2017 erst leicht sinken und vier Jahre später deutlich steigen soll, ist bei den Ländern aber umstritten.