Digitale SIM-Karte in Deutschland: Vodafone startet mit der eSIM

Ab 11. März 2016 startet der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone als erster deutscher Anbieter mit der Vermarktung der embedded SIM, kurz eSIM genannt.

Voucher für embedded SIM: Vodafone setzt als erster Anbieter auf die eSIM.
(Foto: Vodafone)

Vodafone beginnt mit der Vermarktung der eSIM. Künftig wird diese Karte als fest eingebauter Bestandteil zum Standard für eine neue Generation von Mobilfunk-Geräten. Fitness-Tracker oder Smart-Watches können dank der eSIM permanent über das Mobilfunknetz in Verbindung bleiben, die eSIM wird zum Schlüssel für das Internet der Dinge.

Das erste eSIM-fähige Mobilfunk-Gerät in Deutschland ist die Smart-Watch Gear S2 classic 3G von Samsung, die Vodafone ab sofort in rund 60 ausgewählten Vodafone-Shops in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Dortmund anbieten wird.

Immer mehr Maschinen, Waren und Alltagsgegenstände werden mit Sensoren und Funkchips ausgestattet - und kommunizieren per Funkverbindung miteinander genau wie mit dem Internet. Einer Studie des Branchenverbands Bitkom zufolge werden die Deutschen bis 2020 rund 100 Millionen vernetzte Endgeräte nutzen - Smartphone und Tablet nicht mitgerechnet. Noch wird für jedes Gerät eine eigene Mini-, Micro- oder Nano-SIM-Karte benötigt. Doch das gehört mit der eSIM der Vergangenheit an. Sie vereinfacht zukünftig die Verbindung von jedweden Geräten mit dem Internet.

»Die eSIM ist ein weiterer wichtiger Schritt in die digitale Zukunft. Sie wird zum Schlüssel für das Internet der Dinge. Hersteller werden noch mehr Geräte und Maschinen noch einfacher miteinander vernetzen. Telekommunikationsanbietern eröffnen sich völlig neue Vermarktungschancen. Und Mobilfunkkunden bietet die eSIM künftig noch mehr Komfort beim Umgang mit zahlreichen Geräten«, erklärt dazu der Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Mit der eSIM entfällt künftig auch der physikalische Austausch einer Plastik-SIM beim Wechsel auf ein neues Gerät. Vor allem hilft sie, kleinere Geräte wie Smart-Watches, Fitness-Tracker oder Daten-Brillen, die keinen Platz für eine herkömmliche SIM-Karte bieten, ins Internet zu bringen. Nach Auswahl des passenden Tarifs erhält der Kunde von Vodafone neben der bekannten PIN und PUK zum Entsperren seiner SIM-Karte auch eine eSIM Aktivierungscode-Karte. Auf dieser Karte ist ein QR-Code abgebildet, der mit dem Smartphone abfotografiert wird. Hierdurch wird das persönliche eSIM-Profil aus dem Internet heruntergeladen und per Bluetooth beispielsweise auf die Smart-Watch übertragen. So lassen sich innerhalb weniger Minuten neue Nutzer-Profile auf der eSIM installieren, löschen und wechseln. Der gesamte Prozess geschieht per Funkverbindung und ist für den Kunden damit äußerst bequem.

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