Umweltbundesamt-Studie: Nutzungszeit von elektronischen Geräten schrumpft

Die meisten elektronischen Geräte werden immer kürzer genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Immer kürzere Betriebszeiten von Elektronikgeräten lassen die Müllberge wachsen.
(Foto: Bramwork - Fotolia.com)

Ob Smartphone, Fernseher oder Waschmaschine: Elektronische Geräte werden immer schneller durch neue Modelle ersetzt. Das belegt eine neue Studie des Öko-Institut und der Universität Bonn im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). »Viele Geräte haben eine zu kurze Lebensdauer. Aus ökologischer Sicht ist das nicht akzeptabel«, kommentiert UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Man müsse über Mindestanforderungen an Produktlebensdauer und Qualität nachdenken – eine Art Mindesthaltbarkeit für Elektro- und Elektronikgeräte. »Gleichzeitig werden viele Geräte ersetzt, obwohl sie noch gut funktionieren. Es ist daher genauso wichtig, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Produkte länger nutzen«, so Krautzberger.

Laut den Studienergebnissen sind die Gründe für einen frühzeitigen Neukauf von Elektrogeräten vielfältig. So sind im Bereich IT und Unterhaltungselektronik Technologiesprünge und der Wunsch nach einem neuen Gerät häufig Auslöser für den Neukauf. Unterstützt wird diese Praxis auch durch die Angebote der Anbieter. So hat die Telekom beispielsweise jetzt die Tarifoption MagentaMobil-Happy ins Sortiment aufgenommen, die alle zwölf Monate ein neues Smartphone oder Tablet verspricht. »Wir erfüllen das wachsende Bedürfnis unserer Kunden, immer mit den aktuellsten Endgeräten unterwegs zu sein«, sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland.

Doch nicht nur der Wunsch der Verbraucher nach den aktuellsten Elektronik-Geräten führt zu den immer kürzeren Betriebszeiten. So stieg der Studie zufolge zum Beispiel der Anteil der Haushaltsgroßgeräte, die aufgrund eines Defekts bereits innerhalb der ersten fünf Jahre ersetzt wurden, von 3,5 Prozent im Jahr 2004 auf 8,3 Prozent im Jahr 2013. Eine Verbraucherbefragung im Rahmen der Studie zeigt, dass rund ein Drittel der Befragten unzufrieden mit der Lebensdauer der Produkte waren.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Rainer Kratzer , 23:19 Uhr

Am Ende glaubt Ihr auch noch das was Ihr da schreibt - wenn mans nur oft genug wiederholt!

OK, bei Handys und Tablets da stimmt die Aussage, dass diese Geräte meist vor erreichen der max. Lebensdauer freiwillig ersetzt werden. Bei Bildschirmen, Druckern, Scannern und auch bei Geschirrspülern und Waschmaschinen stimmt das definitiv nicht! Was sich da abspielt ist nur noch traurig…