Connect Festnetztest 2015: Telekom verliert Spitzenplatz bei Festnetz

Im jährlichen Festnetztest von connect musste die Telekom erstmals den Spitzenplatz räumen und die Krone an 1&1 weiterreichen.

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Mit überraschenden Ergebnissen hat unsere Schwesterzeitschrift connect jetzt ihren alljährlichen Festnetztest abgeschlossen. Im Jahr des großen Umbaus auf All-IP bei den meisten Anbietern scheint insbesondere der bisher ungeschlagene Festnetzkönig Telekom ins Straucheln zu geraten und muss seine Krone nun erstmals an 1&1 abgeben. Obwohl der Anbieter aus Montabaur einen Großteil seiner Leitungen und Leistungen zukauft, setzt er dabei laut dem Test offenbar die richtigen Prioritäten. So konnte sich 1&1 in allen getesteten Kategorien vor den rosa Riesen setzen. Bei der Telekom klappt hingegen offenbar gerade bei den verbliebenen ISDN-Kunden der Umstieg auf All-IP doch nicht immer ganz so reibungslos wie vom Anbieter erhofft und von den Kunden gewünscht. Trotzdem schaffte es die Telekom im Ranking der besten Festnetzanbieter in Deutschland noch auf den zweiten Platz. Den dritten Platz auf dem Siegerpodest konnte sich Telefonica O2 sichern. Zwar konnte O2 beim reinen Datenverkehr durchaus mit 1&1 und der Telekom mithalten, allerdings landete der Münchner Anbieter insbesondere bei der Gesamtbewertung der Sprachqualität knapp hinter den Konkurrenten.

Auf dem vierten Rang des connect Festnetztestes 2015 landete Vodafone. Wie schon in den Vorjahren konnte sich der Anbieter vor allem aufgrund seiner mäßigen Datenperformance nur im Mittelfeld einsortieren. Bei der Sprachqualität gab es dafür relativ gute Noten von den Testern. Nur äußerst knapp hinter der Konzernmutter Vodafone landete die Tochter Kabel Deutschland. Der Anbieter konnte damit wieder nicht sonderlich vom weitgehend eigenständigen Kabelnetz mit seinem theoretisch hohen Übertragungspotenzial zu profitieren. Auf dem sechsten Platz landete schließlich Unitymedia. Für den Kölner Anbieter, dem mittlerweile auch das ehemalige Kabel-BW-Netz gehört, war das ein deutlicher Abstieg im Vergleich zum Vorjahr. Außer Konkurrenz wurden von connect darüber hinaus auch einige lokale Anbieter gewertet. Hier erreichte der Oldenburger Anbieter EWE das beste Ergebnis, gefolgt von der Münchner M-net und Net Cologne.

Für ihren Test haben die Kollegen der Connect in Zusammenarbeit mit zafaco innerhalb von vier Wochen an 36 Standorten in Deutschland insgesamt rund 1,7 Millionen Testverbindungen über die verschiedenen Anbieter aufgebaut. Dabei wurden zahlreiche Kriterien wie die Sprachqualität, Reaktionszeiten, Up- und Downloadgeschwindigkeiten, Zuverlässigkeit und webbasierte Dienste geprüft, aus denen dann anschließend die Bewertung errechnet wurde. Die Ergebnisse im Überblick:

(Foto: connect)