Messaging-Sicherheit: So (un-)sicher sind WhatsApp und Co

Die Electronic Frontier Foundation hat die Sicherheit der weltweit beliebtesten Messaging-Dienste von AIM bis Whatsapp getestet. Nur die wenigsten der Dienste können demnach unbedenklich genutzt werden.

(Foto: Ingo Bartussek - Fotolia)

Seit Whatsapp diese Woche eine neue Funktion eingebaut hat, mit der sich erkennen lässt, ob ein Empfänger die an ihn geschrieben Nachricht gelesen hat, brandet eine neue Welle der Kritik bei den Nutzern auf. Sie fühlen sich gegängelt und kontrollierbar. Dabei ist diese beim Mutterkonzern Facebook schon länger verfügbare Kontrolloption definitiv eines der kleinsten Probleme hinsichtlich Privatsphäre und Datenschutz bei dem beliebten mobilen Messaging-Dienst – auch wenn die wahren Gefahren eher hinter der täglich sichtbaren Nutzungs-Fassade lauern. Das zeigt jetzt deutlich eine Untersuchung der digitalen Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation EFF.

Die Experten haben knapp 40 der weltweit beliebtesten Messaging-Programme eingehend auf ihre Datensicherheit und potentielle Möglichkeiten für Lauschangriffe hin untersucht. Das Ergebnis ist eine Tabelle (siehe Seite 2) anhand der sich vergleichen lässt, wie sicher die Messaging-Dienste in sieben verschiedenen Kategorien wie »Kann der Anbieter die Nachrichten mitlesen« und »Sind frühere Konversationen noch sicher, wenn der Schlüssel gestohlen wird« abschneiden. Dabei gehört Whatsapp zu den schlechtesten Kandidaten im Testfeld. Aber auch als sichere Alternativen gepriesene Nachrichtentools wie Threema offenbaren hier einige Schwächen. Lediglich eine Handvoll eher selten genutzte Apps wie Chat Secure + Orbot, CrypoChat, RedPhone, Silent Phone, Silent Text und Text Secure können die Anforderungen in allen sieben Bereichen erfüllen und sind damit uneingeschränkt auch für heikle Kommunikation zu empfehlen.

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