Neuer mobiler Bezahldienst: US-Händler blockieren Apple Pay

Startschwierigkeiten für Apple Pay. Offenbar blockieren zahlreiche US-Händler die neue Bezahlmethode gezielt. Grund ist ein eigenes Bezahlsystem des Handels, das nächstes Jahr starten soll.

Apple Pay scheint Startschwierigkeiten zu haben
(Foto: Apple)

In dieser Woche können Kunden in den USA erstmals von Apples neuem Bezahldienst Apple Pay Gebrauch machen – wenn die Händler das auch zulassen. Denn zahlreiche amerikanische Einzelhändler blockieren die NFC-Funktionalität ihrer Kassensysteme laut einem Bericht von The Verge gezielt, um eine Bezahlung per Apple Pay zu verhindern. Im nächsten Jahr soll auch der Dienst »CurrentC« in den USA starten, ein von amerikanischen Einzelhandelsketten initiiertes Bezahlsystem. Offenbar wollen die Händler so verhindern, dass sich amerikanische Konsumenten an die Benutzung von Apple Pay gewöhnen.

Die Blockadehaltung des Handels dürfte vor allem der Kooperation zwischen Apple und den großen Kreditkartenanbietern geschuldet sein. Denn das eigens für CurrentC gegründete Unternehmen »MCX« will den Markteinfluss der Kreditkartenanbieter einschränken. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Bezahlung per Kreditkarte in den USA auch bei Kleinstbeträgen durchaus üblich. Bei CurrentC bleiben die Kreditkartenanbieter dagegen außen vor, der Einkauf findet direkt zwischen Händler und Konsumenten statt. So spart sich der Handel die Gebühren, die er bei Bezahlungen mit Kreditkarten an deren Anbieter abführen muss. Zu den Unterstützern von CurrentC gehören auch namhafte Handelsketten wie Best Buy, Walmart, Gap und große Tankstellenketten.

Bei diesen dürfte Apple mit seinem eigenen Bezahldienst auch im nächsten Jahr Schwierigkeiten haben, akzeptiert zu werden.