600 Dollar und vier Ecken: Blackberry kehrt mit eckigem Flaggschiff »Passport« zurück

Blackberry wagt mit einem neuen Flaggschiff die Rückkehr auf den Smartphone-Markt. Das Gerät fällt besonders durch seine außergewöhnliche Form auf.

Blackberry setzt auf Touch und Tasten
(Foto: Blackberry)

Gebogen, gewölbt und rund ist im Smartphone-Markt gerade angesagt. Der angeschlagene Hersteller Blackberry geht hingegen andere Wege. Mit dem »Passport« will das Unternehmen ein Gerät vorstellen, das neben einem 4,5-Zoll-Display über eine Tastatur verfügt, die ihm eine rechteckige Form verleiht. Damit setzt Blackberry auf eine Mischung aus Touch und Tasten, die sich wieder besonders für Geschäftsleute und Vielschreiber eignen könnte.

Offizielle Angaben zu den Produktspezifikationen gibt es bisher nicht. Im Netz kursieren jedoch diverse Gerüchte und Leaks, aus denen einige potenzielle Daten hervorgehen. Das Passport soll einen Snapdragon-800-Prozessor mit 2,3 GHz sowie drei GByte RAM beherbergen. Hinzu kommen 32 GByte Massenspeicher, ein Steckplatz für Micro-SD-Karten und eine Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixeln.

Zusätzlich ist der Preis des zukünftigen Flaggschiffs interessant. Im Gespräch mit dem Wall Street Journal nennt CEO John Chen 599 US-Dollar für das Passport, was derzeit rund 465 Euro entspricht. Damit ist das Smartphone günstiger als viele Top-Modelle der Konkurrenz.

Ob Blackberry mit dem Passport die Kurve bekommt im Hardware-Geschäft, muss sich jedoch zeigen. Als der Hersteller im vergangenen Jahr mit dem »Z10« auf den Markt kam, blieb dieses weit hinter den Verkaufserwartungen zurück und verschärfte die Krise des Unternehmens. Aktuell scheint allerdings das Schlimmste überstanden. Chen hat kürzlich eine interne Mail an die Angestellten des Unternehmens gesendet, in der er verkündet, dass es keine weiteren Entlassungen mehr gäbe und sich Blackberry aktuell nach Zukäufen umschaue.

Nach dem Flop des Z10 hat sich Blackberry komplett aus dem Consumer-Markt zurückgezogen. Die jetzige Strategie fokussiert besonders Business-Kunden über abgesicherte Smartphones und verschlüsselte Dienste. Gerade hier könnte das Unternehmen wieder seine ehemaligen Stärken ausspielen.