BREKO und VATM jubeln über Regulierungs-Entscheid: Schnelles Breitband in der Fläche künftig möglich

Die Regulierungsbehörde hat entschieden, dass die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern ab 1. September 2014 bessere Zugangsmöglichkeiten zur Teilnehmeranschlussleitung (»letzte Meile«) zur Verfügung stellen muss.

DSL-Anschluss: Künftig ist mehr Bandbreite in ländlichen Regionen realisierbar. (Foto: QSC AG)

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) und der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) begrüßen ausdrücklich die Entscheidung der Bundesnetzagentur (BNetzA), den alternativen Netzbetreibern in Deutschland verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen für den Ausbau mit Highspeed-Breitbandanschlüssen in ganz Deutschland zur Verfügung zu stellen.

Künftig können die alternativen Netzbetreiber ihre aktive Technik nun näher zum Verbraucher bringen, so dass über die verbleibende – und dann um einiges kürzere – Kupferstrecke deutlich höhere Bandbreiten realisiert werden können. Konkret können alternative Netzbetreiber künftig verlangen, dass die Deutsche Telekom einen zusätzlichen Kabelverzweigers (KVz) errichtet, wenn über den bislang vorhandenen Kabelverzweiger lediglich Bandbreiten von weniger als 30 MBit/s im Down- und 5 MBit/s im Upstream bei den angeschlossenen Haushalten realisierbar sind.

Bisher musste die Telekom nur dann einen zusätzlichen KVz errichten, wenn weniger als 1 MBit/s (Down) beziehungsweise 128 kBit/s (Up) erreicht wurden – eine nicht mehr den politischen Zielen (u.a. 50 MBit/s für alle Haushalte bis 2018) entsprechende Grenze.

BREKO-Präsident Ralf Kleint und VATM-Präsident Peer Knauer loben gleichermaßen den Einsatz ihres gemeinsamen Mitgliedsunternehmens EWE TEL, das diese Entscheidung überhaupt erst angestrengt hatte. Die Deutsche Telekom hatte die von EWE TEL gemachten Vorschläge zuvor abgelehnt, obwohl sie nicht mit Kosten belastet worden wäre, da der norddeutsche Anbieter die entstehenden Aufwendungen in voller Höhe übernehmen wollte. Daher hatte sich der Oldenburger Netzbetreiber nach erfolglosen Verhandlungen schließlich an die Bundesnetzagentur gewandt, die nun weitestgehend zugunsten von EWE TEL entschieden hat.

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