Kroll Ontrack: Geänderte Szenarien des Datenverlusts:
Cloud Computing und Zeitdruck verändern die Datenrettung
Nicht nur Technologien ändern sich, auch die Szenarien des Datenverlusts. Die Experten beim Datenrettungs-Spezialisten Kroll Ontrack sehen dabei drei zentrale Tendenzen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 3)
Vom guten alten CD-Rohling ist das Thema Dattenrettung mittlerweile auch in Cloud-Computing-Umgebungen angekommen
Gesteigerte Nachfrage, Cloud Computing und Zeitdruck verändern die Datenrettung: Die Datenmenge bei Datenverlusten wird zudem immer größer: Die Techniker bei Kroll Ontrack konstatieren eine Vervierfachung des geretteten Datenvolumens. So wuchs von 2005 bis 2009 die Zahl der von Kroll Ontrack geretteten Daten von 3,2 Petabyte auf 14 Petabyte. Vor allem kleinere Unternehmen und der SOHO-Bereich häufen immer mehr Daten an. Zudem zeigen sich die Risiken, die von Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing ausgehen, immer deutlicher: 2009 stieg die Zahl der Datenrettungs-Anfragen in virtualisierten Umgebungen gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent. 87 Prozent davon waren Folgen menschlichen Versagens. Daten müssen im Notfall immer schneller wiederhergestellt werden. Professionelle Datenrettung steht also unter ständigem Innovationsdruck, dem nur professionelle Anbieter standhalten können. Standard-Lösungen, die sich auf herkömmliche Festplattenfehler beschränken, decken nur noch mehr das untere Ende der Datenverlustskala ab. Mehr Informationen zur Datenrettung in virtualisierten Umgebungen unter www.ontrack.de/VMware-datenrettung/ [1]
Im Detail lassen sich aus den Erhebungen der Datenrettungs-Ingenieure von Kroll Ontrack die folgenden Trends ablesen:
Dattenrettung aus Cloud-Umgebungen
Die Datenrettung aus Cloud-Umgebungen ist längst Realität geworden. Ein sorgfältiger Umgang mit diesem Thema ist Pflicht.
Im Laufe des Jahres 2009 haben sich Cloud-Speicher zu einer interessanten Option für die Speicherung geschäftskritischer Daten entwickelt. Wer auf derartige Internet-basierende Dienste setzt, kommt in den Genuss von IT-Services, ohne an eine bestimmte EDV-Infrastruktur gebunden zu sein. Doch auch solche Technologien basieren weiterhin auf Hardware. Damit sind sie ebenso wenig vor Datenverlusten gefeit wie traditionelle Systeme. So musste unter Anderem ein Unternehmen auf die Datenrettungs-Services von Kroll Ontrack zurückgreifen, welches die Cloud für das Hosting einer Entwicklungs- und Test-Umgebung einsetzt. Aus Versehen wurde die Verbindung zu einem virtuellen Speichermedium getrennt, während die Administratoren sich in der Cloud-Umgebung bewegten. Das ist so, als würde man bei einer normalen Festplatte im laufenden Betrieb den Stecker ziehen. Nachdem die Verbindung wieder hergestellt war, wies der Windows-Host die besagte Speichereinheit als nicht zugewiesenen Speicher aus, sodass das betroffene Dateisystem nicht mehr verfügbar war. Mit der Remote Data RecoveryTM von Kroll Ontrack über eine geschützte Internetverbindung waren die Daten innerhalb von nur vier Stunden wieder uneingeschränkt verfügbar.
Anzahl der Datenrettungsanfragen nimmt dramatisch zu
Die Zahl der Anfragen zur Datenwiederherstellung aus virtualisierten Systemen nimmt drastisch zu. Ursache sind meistens Anwenderfehler.
2009 ist die Zahl der Datenrettungs-Anfragen für virtualisierte Umgebungen gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent gestiegen. 87 Prozent dieser Datenverluste waren auf menschliches Versagen zurückzuführen. Das zeigt, wie schwierig es ist, virtuelle Umgebungen zu implementieren, zu managen oder zu migrieren. Bei virtualisierten Umgebungen liegen mehr kritische Informationen auf einem System. So ist der mögliche Schaden durch einen Datenverlust größer. Umso wichtiger ist schnelle, effiziente und leistungsstarke Datenrettung.
»Wer virtuelle Speicher nutzt, bewegt sich in einer hochkomplexen Welt. Folglich tragen bei diesem Speicherkonzept auffallend häufig Anwenderfehler die Schuld an Datenverlusten«, erläutert Edmund Hilt, Managing Director bei Kroll Ontrack, und fügt hinzu: »Entscheidend für unsere Kunden ist nicht nur, dass wir solche Datenrettungs-Projekte erfolgreich bewältigen, sondern auch, dass uns dies mit Remote-Techniken und im besten Fall ohne Downtime gelingt. So können wir beschädigte Volumes wieder herstellen, während der Rest des Systems ohne Beeinträchtigung weiter läuft.«
SOHO und Home Office sind Treiber für Datenwachstum
Kleine Unternehmen und Home Offices sind die maßgeblichen Treiber für großes Datenwachstum.
Von 2005 bis 2009 ist die Datenmenge, die Kroll Ontrack in Recovery-Projekten gerettet hat, von 3,2 Petabyte auf 14 Petabyte gestiegen. Vor allem im SOHO-Bereich werden immer mehr Daten angehäuft.
»Größere Unternehmen und Konzerne gehen im Vergleich zu SOHOs üblicherweise erheblich selektiver vor, wenn es darum geht, welche Daten archiviert beziehungsweise entsorgt werden. Zu den gängigen Faktoren, die bestimmen, welche digitalen Inhalte und Dokumente eine Firma wie lange vorhält, zählen die verfügbaren Speicherkapazitäten, deren Effizienz und Kosten sowie juristische Risiken und gesetzliche Bestimmungen«, betont Edmund Hilt und ergänzt: »Auf der anderen Seite ist es bei SOHOs weit verbreitet, große, private Datensätze wie etwa Bilder, Video- und Audio-Files einfach mit geschäftlichen Informationen zu vermengen. Entsprechend groß sind die betroffenen Datenvolumina im Falle eines vermeintlichen Datenverlustes. Unabhängig von den jeweiligen Datenmengen und der Art des Unternehmens ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, dass wir Kunden nicht nur mit einer Sofort-Lösung zur Seite stehen, die den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich wiederherstellt. Ebenso wichtig ist es auch, unsere Auftraggeber vor jenen unabsehbaren Folgen zu schützen, die drohen, wenn sie gegen bindende Datenschutz-Vorschriften und die revisionssichere Aufbewahrung von Unterlagen verstoßen.«
[1] http://www.ontrack.de/VMware-datenrettung/
- 1. Seite: Cloud Computing und Zeitdruck verändern die Datenrettung
- 2. Seite: Dattenrettung aus Cloud-Umgebungen
- 3. Seite: Anzahl der Datenrettungsanfragen nimmt dramatisch zu
- 4. Seite: SOHO und Home Office sind Treiber für Datenwachstum
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