Bessere Integration von RSA und Iomega:
EMC baut ihr Portfolio weiter aus
Schon längst positioniert sich EMC nicht mehr als reiner Storage-Anbieter auf Markt. Mit zahlreichen Akquisitionen hat die Nummer eins im Speicher-Business in den vergangenen Jahren ihr Portfolio rund um das Kerngeschäft deutlich ausgebaut. Neben Enterprise-Kunden gewinnen auch kleine und mittelständische Unternehmen als Zielgruppe weiter an Bedeutung.
EMC [1] wächst immer weiter über ihre Wurzeln als klassischer Speicherhersteller heraus. In den vergangenen zehn Jahren ist die Liste der Firmen, die die Nummer eins im Storage-Markt übernommen hat, in rasantem Tempo länger geworden. Mit Firmen wie Documentum, VMware, Rainfinity und RSA hat sich EMC dabei auch Know-how in Bereichen wie Archivierung, Virtualisierung und Security dazugekauft. In der vergangenen Woche hat sich EMC nach wochenlanger Bieterschlacht um Data Domain [2] gegen Konkurrent NetApp [3] durchgesetzt. Stolze 2,1 Milliarden Dollar zahlt der Speicherriese für den führenden Anbieter von Deduplizierungs-Technologie. EMCs Portfolio dürfte jedoch auch in Zukunft noch weiter wachsen. »Data Domain ist nicht unsere letzte Übernahme. Es werden noch weitere kommen«, sagt Frederik Maris, der bei EMC seit Anfang des Jahres das Channel- und Midmarket-Geschäft im Raum E/ME/A verantwortet, im Gespräch mit unserer Schwesterzeitschrift Computer Reseller News [4].
Frederik Maris, Head of E/ME/A-Channels and Mid-Market bei EMC
Für EMC werden mit dieser Strategie auch Reseller als Partner interessant, die keine klassischen Storage-Spezialisten sind. »Mehr und mehr werden wir auch mit Partnern zusammenarbeiten, die nur an einem Teil unseres Portfolios interessiert sind, aber nicht mit EMC Storage arbeiten«, gibt Frederik Maris als Ziel vor. Je breiter sich EMC aufstellt, desto vielfältiger werden allerdings auch die Anforderungen an die Reseller. Darauf hat EMC bereits im vergangenen Jahr reagiert und bietet in seinem Velocity-Partnerprogramm verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten an.
Zielgruppe wird größer
EMC baut dabei nicht nur ihr Portfolio sondern auch ihre Zielgruppe weiter aus. In seinem traditionellen Geschäft mit Großkunden erwartet der Hersteller nur noch moderate Wachstumsmöglichkeiten. Anders ist es allerdings die Lage bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. »Wachstumschancen sehen wir vor allem auf dem SMB-Markt«, so Maris. In den vergangenen zwei Jahren hat EMC ihr Produktportfolio bereits nach unten ausgebaut und vor allem mit »Lifeline« und »Retrospect« Produktlinien für kleinere Anwender geschaffen. Mit dem Kauf des Spezialisten für Consumer-Storage, Iomega, hat sich EMC die Tür in den Consumer- und Soho-Markt geöffnet. Vor allem mit seinem NAS-Portfolio adressiert der ehemalige Consumer-Hersteller inzwischen auch Unternehmen bis zum Mittelstand. »Wir haben die Lücke zwischen EMC und Iomega jetzt fast geschlossen«, so Maris.
Auch die Integration der verschiedenen Channel, die sich EMC mit seinen Akquisitionen dazugekauft hat, schreitet weiter voran. Im Herbst wird der Storage-Riese zum ersten Mal auch die Händler seines Security-Bereichs RSA zu einem EMC-Partnertreffen einladen. Im kommenden Jahr werden RSA-Partner dann die Möglichkeit bekommen, sich für EMCs Velocity-Partnerprogramm zu zertifizieren. Das RSA-Partnerprogramm soll für reine Security-Spezialisten jedoch weiter fortbestehen. »Mit Iomega sind wir auf dem selben Weg, aber noch nicht so weit«, erklärt Maris.
Mit freundlicher Genehmigung von Computer Reseller News [4]
[1] http://www.emc2.de/
[2] http://www.datadomain.com/
[3] http://www.netapp.com/de
[4] http://www.crn.de/
[5] http://www.crn.de/
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