Speichersysteme für Kleinfirmen:
Western Digital: NAS-Filer »My-Book-World Edition II« spiegelt Festplatten
Bis zu 4 TByte Daten sichert das Network-Attached-Storage-System »My Book World Edition II« von Western Digital. Der NAS-Filer lässt sich mit zwei Festplatten ausstatten, die mithilfe von RAID 1 Daten spiegeln.
Für Kleinfirmen und Mitarbeiter in Home-Offices ist das regelmäßige Backup von Daten fast schon lebenswichtig. Leider wird gerade in diesem Umfeld immer wieder ein gravierender Fehler gemacht: Die Anwender beschaffen sich eine externe Festplatte, eventuell mit Netzwerk-Interface, und glauben dann, sie seien auf der sicheren Seite.
Datenbüchse in edlem Weiß: das NAS-
System WD My Book World Edition II.
Falsch, vor allem dann, wenn als Backup-Medium ein System mit nur einer Platte zum Zuge kommt. Der Redaktion sind mehrere Fälle bekannt, in denen Kleinfirmen solche Geräte einsetzten - und durch einen Platten-Crash alle darauf befindlichen Informationen verloren.
Ebenso fahrlässig ist es, ein NAS-System mit zwei Festplatten im RAID-0-Modus zu betreiben. Dabei werden die Daten wechselweise auf beiden Platten gespeichert. Fällt nur eine Disk aus, sind die Informationen »hinüber«.
My Book World Edition II mit bis zu 4 TByte
Western Digital [1] empfiehlt daher bei seinem neuen NAS-Gerät »My Book World Edition II«, den RAID-1-Modus zu wählen. Es spiegelt die Daten, die auf der einen bis zu 2 TByte großen Platte gespeichert werden, auf die zweite Harddisk. Das Gerät lässt sich allerdings auch mit kleineren – und preisgünstigeren – 1-TByte-Festplatten bestücken.
In der Grundkonfiguration ist das NAS-System als RAID-1 konfiguriert. Dem Gerät liegt eine Backup-Software bei. Mit ihr kann der Anwender festlegen, in welchen Intervallen Sicherungskopien von bestimmen Daten erstellt werden.
Eher für Privatnutzer dürfte der integrierte Streaming-Server interessant sein. Er überträgt Musik, Fotos und Videos zu PCs, Macintosh-Rechnern und Geräten, welche die DLNA-Spezifikation (Digital Living Network Alliance) unterstützen. Das können TV-Systeme, aber auch Spielekonsolen wie die Xbox 360 oder Sonys Playstation sein.
Nur ein USB-Anschluss
Eher mickrig ist die Ausstattung mit Schnittstellen ausgefallen: Neben dem obligatorischen Gigabit-Ethernet-Anschluss steht nur eine USB-Schnittstelle zur Verfügung. Daran lässt sich beispielsweise eine portable Festplatte anschließen. Geräte anderer Hersteller haben hier mehr zu bieten.
Mithilfe einer beiligenden Software kann der definieren, von welchemRechner welche Daten wann gesichert werden sollen.
Das WD-Gerät unterstützt die Protokolle CIFS/SMB, NFS, AFP und http beziehungsweise https. Hinzu kommen die externen USB-Filesystems NTFS, FAT und HFS+. Auf den Client-Rechnern müssen Windows (XP oder Vista) oder MacOS X »Tiger« und »Leopard« installiert sein.
Noch ein Blick auf den Preis des Systems: Hier müssen wir auf die US-Listenpreise zurückgreifen. Für Deutschland liegen noch keine vor. Das Modell mit 2 TByte kostet in den USA rund 400 Dollar, das mit 4 TByte an die 700 Dollar.
[1] http://www.westerndigital.de/
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