Datenverluste auf mobilen Rechnern vermeiden:
Praxis: Backup-Tipps für Firmen-Notebooks
Daten auf Firmennotebooks sind ein wertvolles Gut. Umso schlimmer, wenn sie verloren gehen, weil keine Datensicherung vorgenommen wurde. Backup-Spezialist Acronis gibt Tipps, wie sich ein solcher GAU verhindern lässt.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Laut einer Erhebung des Ponemon-Instituts [1] entsteht durch einen Komplettverlust eines Notebooks samt Daten ein finanzieller Schaden von durchschnittlich 50.000 Dollar. Durch eine regelmäßige Datensicherung und die Einbindung mobiler Geräte in eine umfassende Disaster-Recovery-Planung können sich Unternehmen schützen.
Acronis [2] hat einige Ratschläge für Nutzer von Notebooks zusammengestellt. Wer sie beherzigt, minimiert die Gefahr, dass Daten auf mobilen Rechnern ins »Nirwana« entschwinden oder – noch schlimmer – in fremde Hände gelangen.
Automatisches Backup: Der erste Schritt einer Disaster-Recovery-Strategie für Notebooks sollte die Einrichtung einer automatisierten und zeitgesteuerten Datensicherung sein. Dadurch wird der Gefahr vorgebeugt, dass Mitarbeiter unterwegs vergessen, ihr Backup manuell vorzunehmen.
Im Idealfall erlaubt die eingesetzte Backup-Software eine Fernwartung der mobilen Geräte durch den Administrator. Das kann über das Internet oder auch Mobilfunkverbindungen erfolgen.
Regelmäßig Komplettsicherung: In regelmäßigen Abständen sollte eine Vollsicherung des Laptops durch ein Image-Backup erstellt werden. Auf diese Weise werden Abbilder von gesamten Festplatten oder Partitionen gesichert.
Eine Backup-Lösung sollte die Daten auf Notebooks zeitgesteuert, ohneZutun des Users sichern. Denn häufig vergessen diese, eine Datensicherungdurchzuführen.
Der Vorteil: Nach einem Festplatten-Crash oder dem Verlust eines kompletten Rechners kann mithilfe des Images das System im Handumdrehen neu aufgesetzt werden. Die Suche nach Programm-DVDs und Aktivierungscodes sowie das mühsame Aufspielen jeder einzelnen Anwendung auf das (neue) System entfallen.
Images bieten zudem den Vorteil, dass sie auch versteckte Systemdateien mitsichern. Bei einem dateigestützten Backup bleiben diese Files unberücksichtigt.
Inkrementelle und differenzielle Backups: Eine Backup-Lösung sollte eine Inkrementelle und differenzielle Datensicherung ermöglichen. In diesem Fall werden nur neu hinzugekommene oder veränderte Dateien in kurzen Abständen gespeichert, beispielsweise in Form einer Tagessicherung. Das geht schneller als eine Komplettsicherung und spart Platz auf Storage- und Backup-Systemen.
Differenzierte Backup-Intervalle: Für das Backup von Daten, auf die selten zugegriffen wird, sind längere Backup-Intervalle sinnvoll. Ein Richtwert: Solche Informationen etwa alle vier Wochen sichern.
Daten auf Servern speichern: Als Speicherort der Backup-Daten von mobilen Rechnern sind zentrale Server im Unternehmensnetz ratsam. Das stellt sicher, dass der Nutzer eines Notebooks von jedem Ort mit Internetanbindung aus eine Datensicherung »fahren kann«, etwa am Abend im Hotel oder vom Home-Office aus.
Umgekehrt lassen sich verloren gegangene oder versehentlich gelöschte Informationen über das Internet vom Server auf ein mobiles System übertragen.
Virtualisierung berücksichtigen: Die Sicherungsstrategie sollte auch für den Einsatz in virtualisierten Umgebungen tauglich sein. Das bedeutet, dass Backup-Systeme die gängigen Virtualisierungsplattformen unterstützen müssen, also Vmware, Hyper-V von Microsoft und Xen von Citrix.
Hardware-unabhängige Wiederherstellung: Die eingesetzte Backup-Software sollte im Falle eines Hardware-Defektes oder des kompletten Verlustes des Rechners die Möglichkeit bieten, die Datensicherung auf einem System mit anderer Hardware einzuspielen.
Wiederherstellen testen: Sich blind darauf zu verlassen, dass die Wiederherstellung von Daten nach einem »GAU« schon funktionieren wird, ist fahrlässig. Unverzichtbar ist, in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob sich Backups zurücksichern lassen. Als Testsystem kann ein älteres oder ausrangiertes Notebook dienen.
[1] http://www.ponemon.org/
[2] branchenguide/firma/?firma=54
- 1. Seite: Praxis: Backup-Tipps für Firmen-Notebooks
- 2. Seite: Praxis: Backup-Tipps für Firmen-Notebooks (Fortsetzung)
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