Berücksichtigt auch virtuelle Maschinen:
Commvault reduziert Speicherbedarf durch Deduplizierung allen Storage-Ebenen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

29.01.2009

Mit der Version 8 der Storage-Software »Simpana« berücksichtigt Commvault für die Deduplizierung alle Speicherebenen vom Server bis zur Tape-Library. Auch auf Bändern speichert Simpana so keine redundanten Daten ab.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Dedupluzierung ist ein wichtiges Instrument, um der wachsenden Datenflut zu begegnen. Typischerweise arbeiten solche Instrumente aber nur auf einer Storage-Ebene. Die Software »Simpana 8 [1]« von Commvault [2] berücksichtigt für die Deduplikation alle Speicherebenen. Dies fängt bei der Sicherung vom Server an und hört bei der Langzeitspeicherung auf Bändern auf. Bei der Verlagerung von Daten auf eine weitere Ebene wie vom Backup-Server auf Tape müssen die Deduplizierungsverweise nicht aufgelöst werden. Daher wächst die Datenmenge nicht wieder etwa bei der Speicherung auf Tapes. Möglich wird dies, da die Software mit einem zentralen Repository über alle Ebenen hinweg arbeitet.

Für die Datendepluzierung berücksichtigt »Simpana 8« von Commvault alle Storage-Ebenen vom Server bis hin zum Tape.

Simpana sichert nun auch virtuelle Maschinen (VMs) von Vmware und Microsofts Hyper-V. Außerdem bezieht Simpana für die Sicherungen auch Laptops und Workstations ein. Das Recovery wird weiter vereinfacht. Beim Content-Management lassen sich nun auch Online-Daten durchsuchen.

Gerade bei VMs lassen sich durch viele Redundanzen in den VMs größere Einsparungen durch Deduplizierung erzielen. Simpana behandelt dabei die virtuellen genauso wie physikalische Maschinen. Dabei spielt es beim Recovery auch keine Rolle, ob etwa von physikalisch auf virtuell oder von virtuell zu virtuell übertragen wird.

Im Gegensatz zu anderen Anbietern führt Commvault die Deduplizierung auf Blockebene durch. Andere Hersteller verwenden eine variable Segmentierung, um die bestmögliche Aufteilung hinzubekommen. Aus Sicht von Commvault hat das den Nachteil, dass eine deutlich höhere Rechenleistung als bei einem Blockverfahren notwendig ist. Einen weiteren Vorteil sieht der Hersteller für sich beim Recovery: Das Blockverfahren vereinfacht die Bereitstellung der Daten, was den Vorgang deutlich beschleunigen soll.

Mit der Version 8 kommt auch eine Klassifizierungs-Engine, um Content automatisch kategorisieren. Anhand dieser lassen sich Policies für unterschiedliche Aufbewahrungsfristen definieren. Der Endbenutzer kann über alle in Simpana gespeicherten Daten suchen. Hier werden aber nur Daten berücksichtigt, auf die er auch Zugriffsrechte hat wie bestimmte Laufwerke oder E-Mails. Für Windows-Datei-Systeme und Exchange kann der User dabei auch auf die Live-Daten zugreifen.

Simpana ist eine Software-Suite, deren Basis die »Common Technology Engine« (CTE) ist. Alle Module bauen darauf auf und können über die Engine miteinander reden. Daher kann ein Unternehmen auch mit ein oder zwei Modulen anfangen und die Lösung später um weitere ergänzen. Der Simpana-Verwaltungs-Server selbst läuft unter Windows. Commvault arbeitet mit verschiedensten Hardware-Herstellern wie Dell, EMC, Netapp oder Sun zusammen.

[1] http://www.commvault.com/products.html
[2] http://www.commvault.com

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