SSDs als Cache im Einsatz:
Verschiedene Tricks: Suns »Storage 7000«-Serie schnell und doch günstig
In ihrer Storage-Serie »7000« verwendet Sun ihr File-System »ZFS« und Solid-Stated-Drive (SSD), um die Systeme schnell und doch günstig zu bauen. Ein Trick dabei ist, SSD für Write- und Read-Cache einzusetzen.
Mit der Storage-Serie 7000 [1] setzt Sun [2] nicht auf sehr schnelle Festplatten, um eine eine hohe Performance zu bieten. Stattdessen kommt eine Kombination aus langsameren, und damit günstigeren Festplatten und schnellen SSD (Solid-Stated-Drive) als Write- und Read-Cache zum Einsatz. Solange der Cache alle Anfragen abfängt, geht die Rechnung auf.Möglich wird dies durch den Einsatz von Suns ZFS, das Teil von Open-Solaris ist. ZFS erlaubt, bestimmte Festplatten als Write- beziehungsweise Read-Cache anzugeben. Damit muss etwa der Write-Cache nur groß genug sein, damit Schreibzugriffe nicht auf den langsameren Speicher dahinter durchschlagen. Beim Read-Cache muss etwas mehr Aufwand getrieben werden, damit die Daten möglichst oft bereits im Cache liegen. Dazu ist auch Kenntnis der Applikation notwendig.
Die Einstiegsversion »Storage 7110« von Sun verwendet das Filesystem ZFS.
Auch sonst ist ZFS das Herzstück der Lösung. Es bringt auch einen eigenen Raid-Modus namens »Z« mit, der ähnlich wie Raid 5 arbeitet, aber sicherer ist: vermeidet Korruption der Stripes. Damit entfallen teure Hardware-Raid-Controller. Da alle Aktionen per Copy-on-Write erfolgen, soll die Festplatte sich immer in einem gültigem Zustand befinden. Ein Filecheck ist nicht nötig.
Weitere Funktionen sind Mirroring, Striping, Snapshots, Active-Active-Clustering oder Komprimierung. Als Protokolle unterstützt ZFS unter anderem NFS, CIFS, Http, FTP oder WebDAV. Fibre-Channel-Targets sind in Entwicklung. Für ZFS gibt es zudem nun ein grafisches Interface, was die Bedienung gegenüber dem Command-Line-Tool deutlich vereinfacht.
Die Serie 7000 kommt in drei Versionen. Die Einstiegsversion »Storage 7110« ist ein 2 U hohes Rackmodell mit einer Gesamtkapazität von 2 Terabyte mit 16 SAS-Disks: Keine Cluster-Option und auch keine SSDs für den Cache. Das »Storage 7210«-System speichert 46 Terabyte auf Sata-II-Disks. In dem 4 U hohen System lassen sich bis zu 36-Gigabyte-SSD für einen Write-Cache einsetzen. Die Sata-II-Platten arbeiten mit 7200 Umdrehungen pro Minute (RPM, Revolutions per Minute).
Die Einstiegsversion »Storage 7110« von Sun fasst 2 Terabyte mit 16 SAS-Disks.
Das Highend-System ist die »Storage 7410«-Lösung. Sie kann bis zu 288 Terabyte bereitstellen. Später sollen es dann 576 Terabyte sein. In der Cluster-Konfiguration sind es bis 16 SSDs für den Write-Cache. Für den Read-Cache nutzt das 7410-System bis zu sechs SSDs pro Knoten. Maximal sind 600 Gigabyte möglich. Die Drehzahl der Platten liegt ebenfalls bei 7200 RPM.
Als Netzwerkinterfaces enthalten die Storage-Systeme unter anderem Dual- oder Quad-Gigabit-Ethernet oder zwei 10-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse für Glasfaser mit XFP. Außerdem gibt es für Tape-Backups optional Host-Bus-Adapter für SCSI oder Fibre-Channel (4 Gigabit). Als Prozessoren kommen je nach Modell ein, zwei oder bis zu vier Quad-Core-AMD-Opterons zum Einsatz.
[1] http://www.sun.com/storagetek/index.jsp
[2] http://www.sun.de
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