SAN für die breite Masse
Vergleich FC-Storage – Die Fiber-Channel-Technologie bleibt nicht mehr nur den großen Unternehmen vorbehalten. Auch kleine Installationen profitieren vom Speichernetzwerk.
Früher liefen Cluster nur in ausgewählten Rechenzentren und an Universitäten. Rechnerverbände nutzten alle vorhandene Prozessorkraft, um Elementarteilchen nachzuweisen oder komplexe Klimamodelle aufzustellen. Das Einsatzgebiet von Serverclustern hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Cluster beschränken sich nicht mehr auf den wissenschaftlichen Einsatz und es kommt auch nicht mehr darauf an, möglichst viel CPU-Kraft zusammenzulegen.
Moderne Backoffice-Cluster verteilen Netzwerk-Lasten auf verschiedene Nodes und sorgen simultan für Ausfallsischerheit. Das beginnt bei geclusterten Mail- und Groupwaresystemen, geht über parallele Datenbanken bis hin zu den aktuell äußerst populären Virtualisierungsverbänden. Alle diese Cluster haben eine Anforderung gemeinsam: Die Nodes müssen auf ein gemeinsames Dateisystem zugreifen können. Ein Node kann den Ausfall eines anderen zügig kompensieren, da er über das Speichernetzwerk Zugriff auf die Datenbestände des fehlerhaften Nodes bekommt.
Clusterverbände mit SAN-Speicher finden sich heute bereits bei kleinen Unternehmen. Ein klassisches Einsatzgebiet ist der gespiegelte Exchange-Server mit einem iSCSI-Subsystem. Zwar mag iSCSI für einfache Applikationen auf Grund der Kosten eine gute Lösung sein. Doch das Limit von etwa 50 MByte/s Datendurchsatz genügt etlichen Clusteranwendungen einfach nicht. Daher brauchen auch kleinere Unternehmen den leistungsstarken Fibre-Channel für ihr SAN. Mit Transferraten um 380 MByte/s pro 4-GBit/s-FC-Kanal reicht die Bandbreite für fast alle Anwendungsgebiete aus. Alle SAN-Hersteller haben auf diese Anforderungen reagiert und offerieren Einsteigersysteme.
Verschiedene Arten von Klein
Entry-Level-Storage ist nicht gleich Entry-Level-Storage. Während die einen Hersteller die Technologie ihrer Enterprise-Geräte schrumpfen, um daraus Einsteigersysteme zu bauen, entwickeln andere Hersteller ihre simplen Systeme von Grund auf neu. Beide Herangehensweisen haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Die »geschrumpften« Systeme offerieren in der Regel mehr Funktionen wie Snapshots oder gar Thin-Provisioning und laufen mit existierenden Management-Tools. Im Gegenzug fallen diese Geräte teurer aus und lassen sich nicht so einfach verwalten.
Auch in Sachen Performance gibt es wesentliche Unterschiede. Die komplexeren Systeme virtualisieren zwischen logischem und physischem Laufwerk. Das schmälert den rohen Datendurchsatz, sorgt aber durch besseres Caching für gute Zugriffszeiten. Die simplen Geräte reichen die Blöcke relativ direkt von der LUN zur Disk durch. Das sorgt für hohe Bandbreiten beim sequentiellen Lesen und Schreiben. Random-Access-Zugriffe auf kleine Speicher hingegen fallen langsamer aus.
Welche Art von Performance benötigt wird, hängt ganz von der Anwendung ab. Dateiserverdienste, Virtualisierung und Multimedia-Applikationen fordern gute Durchsatzraten bei großen Blöcken. Datenbanken und Groupware profitieren hingegen von niedrigen Zugriffszeiten bei zufälligen Zugriffen und eher kleineren Blöcken.
Die meisten Einsteigersysteme sind in der Skalierbarkeit beschränkt. Neben der maximalen Zahl lokaler Laufwerke lassen sich über Backend-Ports in der Regel ein paar JBODs ansprechen, aber dann ist Schluss.
Im folgenden Test stellen sich insgesamt vier FC-Einsteigersysteme dem Vergleich. Zwei davon stammen von bekannten Storage-Unternehmen, die auch Enterprise-Class-Lösungen im Portfolio haben. Eines kommt von einem Hersteller, welcher sich auf simple Speichersysteme spezialisiert hat und das vierte System kombiniert Intel-OEM-Standard-Hardware mit einer nicht zu unterschätzenden Speichersoftware. Alle vier zeigen ihre Stärken und Schwächen in sehr unterschiedlichen Einsatzszenarien – und das nicht immer dort, wo es das Test-Team erwartet hätte.
[1] ast@networkcomputing.de
[2] ast@networkcomputing.de
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Chefs versagen im zwischenmenschlichen Umgang
Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit ihren Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI).
