Speichersysteme der Oberklasse:
EMC: »Clariion«-Storage-Systeme mit Flash-Speicher

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

08.08.2008

Mit Funktionen wie Thin-Provisioning, einem optionalen Flash-Speicherlaufwerk und einer erweiterten Unterstützung für virtualisierte Umgebungen können die Speichersysteme der Reihe »Clariion CX4« von EMC aufwarten. Sie ersetzen die CX3-Linie.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Die Systeme der Clariion CX4 sind sowohl über den Hersteller EMC [1] als auch über dessen Partner Dell [2] erhältlich. Dell vermarktet die Systeme unter dem Namen Dell/EMC.

Das kleinste CX4-Modell: Das Clariion CX4-120 speichert bis zu 120 TByte.

Die CX4-Familie hat vier Mitglieder: CX4-120, -240, -480 und das CX-960. Der »Schlüssel« ist einfach zu verstehen: Die Ziffern entsprechen der Zahl der Fibre-Channel- beziehungsweise SATA-Festplatten, die in einem Gehäuse Platz haben. Zur Wahlen FC-Platten mit 146, 300 und 400 GByte, außerdem 1-TByte-SATA-Modelle.

Das kleinste Modell CX4-120 kann mit 5 bis 120 Platten bestückt werden und unterstützt bis zu 128 Hosts. Greift der Anwender zu SATA-Platten mit 1 TByte, ergibt das eine Kapazität von 120 TByte. Beim CX4-240 und -480 sind den entsprechenden Kennwerte 231 TByte beziehungsweise 471 TByte sowie jeweils 256 Hosts.

Auf Wunsch mit Flash-Speicher

Das Spitzenmodell CX4-960 ist für 951 TByte Daten ausgelegt und unterstützt 512 angeschlossene Server. Ebenso wie das 480 lassen sich in das CX4-960 neben konventionellen Festplatten auch Flash-Speicherlaufwerke einbauen.

Dieser – kostspielige – Speichertyp eignet sich für Anwendungen, die auf schnelle I/O-Operationen angewiesen sind. Die Solid-State-Disk für das 480 und 960 hat übrigens eine Kapazität von 72,67 GByte.

Optional mit Flash-Speicher-Disk: das Topp-Modell Clariion CX4-960.

Für die Kommunikation stehen jeweils Fibre-Channel-Ports (4 GBit/s) und Gigabit-Ethernet-Schnittstellen (für iSCSI) zur Verfügung. Laut EMC sind alle Storage-Systeme für Fibre-Channel mit 8 GBit/s und 10-Gigabit-Ethernet vorbereitet. Ebenso wird Fibre Channel over Ethernet unterstützt. Über »Ultraflex«-I/O-Module lassen sich bei den Systemen weitere FC- oder iSCSI-Ports nachrüsten.

Betriebssystem: 64 statt 32 Bit

Die CX-4-Systeme sind die ersten, die mit einer neuen Version von EMCs »Flare«-Betriebssystem arbeiten. Der Hersteller hat es von 32 auf 64 Bit umgestellt. Auch bei den Prozessoren gab es Änderungen. EMC bestückt die neuen CX-Geräte mit jeweils zwei Dual-Core- oder Quad-Core-CPUs von Intel.

Zur Software-Ausstattung gehören Programme für das Management, das Erstellen von Backups und das Replizieren von Daten, etwa die Navisphere-Management-Suite, Mirrorview, Snapview und SAN Copy. Integriert ist zudem Vmware Site Recovery Manager für Disaster-Recovery.

Für eine bessere Auslastung der Speichersysteme soll eine Virtual-Provisioning-Funktion sorgen. Laut EMC gilt das auch für virtualisierte Systeme. Neben den Lösungen von Vmware unterstützt EMC auch die Virtualisierungssoftware anderer Hersteller, sprich Citrix-Xen und Microsoft-Hyper-V.

Strom sparen angesagt

Natürlich darf bei den CX4 auch der Aspekt »Green IT« nicht fehlen. So verwendet der Hersteller Lüfter mit variablen Drehzahlen. Sie passen die Umdrehungsgeschwindigkeit an die vorherrschende Temperatur an.

Bei den SATA-Laufwerken verwendet EMC zudem Modelle mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Sie benötigen fast ein Drittel weniger Strom als Versionen mit 7400 U/min.

Das kleinste Modell der CX4-Reihe, das CX4-120, kostet in der Grundausstattung rund 31.000 Euro, zuzüglich Mehrwertsteuer.

[1] http://www.emc.com/
[2] http://www.dell.de/

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