Speichersysteme:
Speichern wie die Großen, zahlen wie die Kleinen

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

05.08.2008

Nexsan bringt mit Databeast eine Storage-Lösung auf den Markt, die insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen (KMUs) attraktiv sein soll. Der Preis: zwischen 1230 und 1670 Euro pro Terabyte.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Auch die »Kleinen« stehen vor demselben Problem wie Großunternehmen: Wohin mit den Datenbergen, die sich in immer kürzerer Zeit auftürmen? Abhilfe verspricht die amerikanische Firma Nexsan [1]. Ihr Storage-System »Databeast [2]« bietet Funktionen, die sonst nur bei Geräten der Enterprise-Klasse zu finden sind, und dazu zu einem akzeptablen Preis.

Das Nexsan Databeast

Der bewegt sich bei dem System je nach Ausstattung mit SAS- oder SATA-Platten zwischen 1230 und 1670 Euro pro Terabyte Kapazität. Auch das kann sich ganz schön summieren, etwa dann, wenn der Anwender ein System mit 42 Höheneinheiten (HE) voll bestückt. In diesem Fall beträgt der Speicherplatz 336 TByte.

Mithilfe von Erweiterungs-Chassis lässt sich Databeast bis auf 4 Petabyte erweitern. Für weniger anspruchsvolle Einsatzgebiete bietet Nexsan ein Gehäuse mit 25 HE an.

Neben Fibre-Channel-Interfaces mit 4 GBit/s für FC-Server sind Gigabit-Ethernet-Schnittstellen für den Anschluss von Network-Attached-Storage-Geräten (NAS) vorhanden. Alle lassen laut Nexsan so konfigurieren, dass redundante Datenpfade vorhanden sind, Stichwort Ausfallsicherheit. Die Daten werden block- oder File-basiert übertragen.

Zielgruppe: Finanzsektor, Gesundheitswesen und Forschung

Das System ist für bis zu 100.000 I/O-Operationen pro Sekunde ausgelegt. Damit kommt Databeast unter anderem für Firmen und Behörden aus dem Finanzsektor, der Forschung und dem Gesundheitswesen in Frage, also dort, wo viele Files in kurzer Zeit hin und her bewegt werden.

Der Hersteller liefert ein Paket an Management-Tools mit, die Verfahren wie Thin-Provisioning, Storage Pooling, Tiering und Virtualisierung unterstützen. Weitere Funktionen sind Datenspiegelung, das Erstellen von Snapshots oder das Durchführen von Replizierungsvorgängen.

Mit »Auto Maid« Strom sparen

Eine Besonderheit von Databeast ist »Auto Maid« (Automatic Massive Array of Idle Disks). Diese Feature setzt die Umdrehungsgeschwindigkeit von Festplatten herunter, auf die eine bestimmte Zeit lang nicht zugegriffen wurde. Das spart Strom und verringert die Abwärme der Speichersysteme. Wann Databeast in den »Halbschlaf« verfallen soll, kann der Administrator flexibel einstellen.

Nexsan bietet zwei Versionen des Storage-Systems an:eine im Format 42 Höheneinheiten und eine mit 25 HE.

Nach Angaben von Nexsan beträgt die Stromeinsparung etwa 15 bis 20 Prozent, wenn die Schreib-/Leseköpfe der Festplatte entkoppelt werden. An die 35 bis 45 Prozent werden erreicht, wenn zusätzlich die Harddisk nur noch mit 4000 rpm dreht.

Erwartungsgemäß am höchsten ist der Spareffekt mit 60 bis 70 Prozent im Schlafmodus. Der Nachteil dabei: Es dauert etwa 30 bis 45 Sekunden, bis das Laufwerk wieder hochgefahren ist. Damit kommt diese Technik nur für Platten und Daten in Betracht, auf die weniger häufig zugegriffen wird und die nicht in Echtzeit zur Verfügung stehen müssen.

[1] http://www.nexsan.com/
[2] http://www.nexsan.com/databeast.php

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