Storage-Systeme:
Speichersystem für Vmware, Oracle und Exchange
Mit Axiom 600 und Axiom 600-MC bietet die amerikanische Firma Pillar Data Systems zwei Storage-Systeme an, die speziell für den Einsatz mit Vmware, Exchange und Oracle optimiert wurden.
Die Speichersysteme Axiom 600m und Axiom 600-MC (Mission Critical) von Pillar Data Systems [1] sind ab sofort verfügbar. Der Hersteller bezeichnet beide Geräte als »Application-Aware«-Storage-Systeme.
Das Axiom 600 hat im Vollausbau eine Kapazität von 832 TByte.
Das hört sich zwar nach »Marketing-Blabla« an (und ist es sicherlich auch ein wenig). Aber die Axiom-Geräte haben doch einiges mehr zu bieten als so manch anderes Storage-System.
So hat Pillar Anwendungsprofile entwickelt und die Geräte damit ausgestattet. Sie lassen sich über ein Pull-Down-Menü der Management-Software Axiom One aktivieren.
Derzeit stehen unter anderem Profile für Vmware, SQL- und Oracle-Datenbanken, E-Mail- und Messaging-Systeme der Reihe Microsoft Exchange und virtuelle Tape-Libraries (VTL) zur Verfügung.
Alle derzeit unterstützten Profile sind auf dieser Web-Seite von Pillar [2] aufgelistet.
Ein Beispiel für den Einsatz eines Profils: Bei Schreiboperationen von Oracle-Datenbanken nutzen die Axiom-Systeme 1 MByte große Stripes. Dieselbe Stripe-Größe verwendet auch Oracles Automatic Storage Manager.
Dank der 1 MByte großen Datenblöcke steigt die Performance von SATA-Festplatten. Vor allem I/O-intensive Anwendungen, beispielsweise im Bereich Data-Warehousing, profitieren nach Angaben des Herstellers davon.
Bis zu acht RAID-Controller
Um die Leistung der Axiom-Systeme zu erhöhen, implementiert Pillar bis zu acht RAID-Controller pro Storage-Pool. Mehrere Controller lassen sich unter einer LUN (Logical Unit Number) zusammenfassen. Damit können Anwender verteilte RAID-10-Konfigurationen einrichten, die laut Pillar einen um bis zu 50 Prozent höheren I/O-Durchsatz bieten als herkömmliche Verfahren.
Mit der Axiom-One-Software kann der Administrator Speicher-Pools einrichten und verwalten.
Als besonderen Vorteil seiner Technik führt Pillar die hohe Ausnutzung der Festplatten-Kapazität an. Sie liegt nach Angaben des Unternehmens bei 80 Prozent. Das sind etwa 40 Prozent mehr, als heute bei Storage-Systemen üblich sind.
Ein weiterer Pluspunkt: Anwender können einen gemischten Speicher-Pool aufsetzen, der sowohl aus Network-Attached-Storage-Komponenten (NAS) als auch SAN-Geräten (Storage-Area-Network) besteht. Wer eine »reine« Umgebung bevorzugt, sprich nur NAS oder SAN, kann selbstverständlich auch eine solche aufbauen.
Passende Gehäuse (»Bricks«) für SATA- und Fibre-Channel-Disks stehen bereit. Jedes Brick fasst bis zu 13 Platten. Ein SATA-Brick kommt auf bis zu 1000 Input-/Output-Operationen pro Sekunde und einen Durchsatz von 350 MBit/s. Das FC-Modell schafft 2500 IOPS und 400 MBit/s.
Die Axiom-Systeme haben im Endausbau eine Kapazität von bis zu 832 TByte Rohdaten. Angaben zum Preis der Geräte machte Pillar nicht. Als Geldgeber des Unternehmens fungiert übrigens Tako Ventures, das Oracle [3]-Chef Larry Ellison gehört.
[1] http://www.pillardata.com/
[2] http://www.pillardata.com/products/software/profiles.shtm
[3] http://www.oracle.com/
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