ama-Marktanalyse »Storage-Systeme 2013«:
HP führt im Speichermarkt

von Ulrike Garlet (ulrike.garlet@crn.de)

21.08.2013

Marktforscher ama hat in einer breit angelegten Markterhebung zwischen Juni 2012 und März 2013 untersucht, wie sich die Vertriebserfolge der großen Hersteller auf den Bestand an Speichersystemen in Deutschland auswirken. Das Ergebnis: HP ist klarer Marktführer bei installierten Storage-Systemen.

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Nach Zahlen von ama ist HP in Deutschland Marktführer bei installierten Storage-Systemen , Foto: Dario Lo Presti/Fotolia

EMC gilt als Nummer eins im weltweiten Storage-Markt. Der aktuellen Marktanalyse »Storage-Systeme 2013« des Informationsdienstleisters ama zufolge erreicht der amerikanische Speicherspezialist in Deutschland allerdings mit einem Marktanteil von acht Prozent nur den fünften Platz. Ama nimmt als Maßstab für die Platzierung nicht, wie andere Analysten, die Umsatzzahlen der Hersteller, sondern die Anzahl der bei Anwenderunternehmen installierten Storage-Systeme, wobei auch kleinere Installationen einbezogen werden.

Die Hälfte aller von ama ermittelten Storage-Installationen entfallen dabei hierzulande auf lediglich drei Hersteller. Mit einem Anteil von 24 Prozent erreicht HP Platz eins der ama-Liste. Auf den Plätzen zwei und drei folgen NetApp und IBM mit 17 respektive 13 Prozent. Dell folgt mit einem Anteil von neun Prozent auf Platz vier knapp vor EMC mit acht Prozent. Es folgen Fujitsu mit sechs sowie Buffalo und QNAP mit jeweils vier Prozent. Die restlichen Plätze teilen sich mit jeweils zwei Prozent Hitachi und Netgear mit einer Reihe weiterer Hersteller, die jedoch allesamt unter die Marke von zwei Prozent fallen.

Für die Marktanalyse hat der ITK-Analyst aus dem baden-württembergischen Waghäusel deutschlandweit Telefoninterviews mit IT-Verantwortlichen in Unternehmen und Behörden mit mehr als 50 Beschäftigten geführt. Dabei wurden 3.363 Unternehmen identifiziert, die 3.413 Storage-Systeme verwenden.

Verluste bei EMC, Gewinne bei Fujitsu

Ama untersucht auch den Einsatz von SAN- und NAS-Technologie

»Ein Vergleich der von uns in den Jahren 2011 bis 2013 ermittelten Installationszahlen offenbart Bestandsveränderungen, die die höchst unterschiedlichen Vertriebserfolge der einzelnen Hersteller im betrachteten Zeitraum widerspiegeln«, sagt Axel Hegel, Geschäftsführer von ama und Leiter der Markterhebung zu den Ergebnissen der Studie. Danach musste EMC in Deutschland zwischen 2012 und 2013 nur leichte, im davor liegenden Zeitraum, zwischen 2011 und 2012, jedoch etwas größere Anteilsverluste hinnehmen. Wettbewerber HP verzeichnete im Vergleich hierzu im Zeitraum 2011/2012 zwar signifikante Anteilsverluste, weist in den letzten beiden Jahren indessen kaum Bestandsveränderungen aus. Dell erzielte demgegenüber im Zeitraum 2011/2012 ebenfalls Anteilsverluste, erreichte jedoch zwischen 2012 und 2013 eine deutliche Ausweitung seines installierten Bestandes. Kaum Veränderungen zeigen sich bei IBM, NetApp, Netgear und Hitachi. Aus dem Rahmen fällt Fujitsu, der als einziger Hersteller seinen installierten Bestand in jedem der drei betrachteten Jahre steigern konnte. Einen bemerkenswerten Zuwachs verzeichnet auch QNAP, dessen Daten jedoch erst seit 2012 bei ama verfügbar sind.

Im Rahmen der Studie betrachtet Ama zudem, welche Storage-Technologien bei den Anwenderunternehmen zum Einsatz kommen. Danach dominiert IBM klar im SAN-Segment. Auf vier SAN-Standorte kommt bei Big Blue ein Standort mit NAS-Installationen. Während bei HP und auch bei EMC auf eine installierte NAS-Lösung jeweils im Schnitt zwei SAN-Lösungen entfallen, erreicht Hersteller NetApp ein eher ausgewogenes Verhältnis. Eindeutige Spezialisten im NAS-Segment sind Buffalo, Netgear und QNAP.

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