Mobile Betriebssysteme:
Android 4 noch wenig verbreitet

von Lars Bube (lbube@weka-fachmedien.de)

10.09.2012

Auch wenn immer mehr Smartphones und Tablet-PCs mit Android 4 verkauft werden, so dominieren doch die Vorgängerversionen noch immer deutlich die Gerätelandschaft. Weniger als ein Viertel ist auf dem aktuellen Stand.

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(Grafik: Google)

Googles mobiles Betriebssystem Android hat sich in den letzten Jahren zum eindeutigen Marktführer im Smartphone-Bereich gemausert, über 60 Prozent der verkauften Neugeräte nutzen es inzwischen. Allerdings sind längst nicht alle auf dem aktuellen Stand, wie die aktuellen Zahlen zur Verbreitung [1] der einzelnen Versionen zeigen. So ist die am weitesten verbreitete Android-Version »Gingerbread« zwar schon weit über ein Jahr alt, aber noch immer auf 57,5 Prozent aller aktiven Geräte zu finden. Ihr Anteil nimmt jedoch allmählich ab, da einige alte Geräte ausgemustert werden und manche anderen ein Update auf neuere Versionen bekommen. Im Monat zuvor hatte Gingerbread noch 60,6 Prozent unter den Androiden angetrieben. Währenddessen kommt jetzt auch Android 4 allmählich so richtig in Schwung. Vor einem Monat erst auf 15,9 Prozent der Android-Geräte installiert, ist »Ice Cream Sandwich« inzwischen bei 20,9 Prozent angelangt.

Das ganz aktuelle Update auf Version 4.1 »Jelly Bean« läuft bisher aber lediglich auf 1,2 Prozent aller Android-Geräte. Selbst das nur als Zwischenlösung für erste Tablet-PCs gedachte Android 3 (2,1 Prozent) ist damit weiter verbreitet als die aktuellste Version. Dass sich neue Versionen nur relativ schleppend durchsetzen zeigt ein typisches Problem von Android: Zwar können die Hersteller eigene Anpassungen vornehmen und fast jeder tut dies auch. Neue Versionen für alte Smartphones gibt es deshalb jedoch meist nur in Ausnahmefällen und für die Topmodelle.

[1] http://developer.android.com/about/dashboards/index.html

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