Echtzeitanalysen, mobile Endgeräte und soziale Netzwerke im Fokus:
SAP erneuert Business-Intelligence-Portfolio
SAP, einer der großen Anbieter betriebswirtschaftlicher Applikationen, hat seine Produkte zur Verwaltung und Auswertung von Daten auf den neuen gemeinsamen Versionsstand 4.0 gebracht. Technologische Neuerungen gibt es für mobilen Datenzugriff, bei der Auswertung von Informationen in sozialen Netzwerken und bei der Echtzeitanalyse.
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Der Softwarehersteller SAP hat seine Pakete »BusinessObjects Business Intelligence (BI)« und »BusinessObjects Enterprise Information Management (EIM)« auf den gemeinsamen neuen Release-Stand 4.0 gebracht. Der Hersteller springt damit auf Trends auf, die seit einiger Zeit im Rampenlicht stehen. So lassen sich künftig BI-Funktionen auf mobilen Endgeräten aufrufen und Daten auch aus sozialen Netzwerken auswerten. Strukturierte und unstrukturierte Informationen werden zusammengeführt. Eine weitere im Trend liegende Neuerung, die von BI-Spezialisten schon länger angeboten wird, betrifft Datenauswertungen in Echtzeit.
Der Betrieb sei im Rechenzentrum des Anwenderunternehmens, aber auch in der Cloud oder hybrid möglich. Die neuen Versionen haben laut Hersteller eine gemeinsame Infrastruktur, die die Komplexität von IT-Landschaften verringern soll, und eine Benutzeroberfläche, die an vertraute Apps und soziale Netzwerke erinnert.
Die Erneuerung der Business-Intelligence-Software von SAP umfasst die bekannten Crystal- und Business-Objects-Produkte. Die 4.0-Versionen lassen sich dem Hersteller zufolge mit SAP-Produkten für das Enterprise Performance Management (EPM) sowie für Governance, Risk und Compliance (GRC) integrieren.
Fortgeschrittene Analysen
Zu den neuen Funktionen der 4.0-Releases der BI- und EIM-Software gehören im Einzelnen die folgenden.
Die Optimierung für den Einsatz auf der High-Performance Analytic Appliance (HANA) von SAP ermöglicht den Anwendern Echtzeitanalysen durch In-Memory-Technik, sodass sie riesige Datenvolumen in Echtzeit auswerten können.
Auch auf mobilen Endgeräten können Benutzer BI-Funktionen nutzen und damit auch schneller auf Ereignisse reagieren. Interaktive Ansichtsmodelle sollen die Bedienung vereinfachen. Den 4.0-Versionen kommt die Übernahme von Sybase durch SAP zugute: Sie nutzen die Unwired Platform jenes Software-Herstellers als Basis für eine mobile BI-Suite, die Daten aus SAP- und Nicht-SAP-Geschäftsanwendungen verarbeiten kann.
Die Integration von Textanalysefunktionen ermöglicht es dem Anbieter zufolge, traditionelle Einblicke in Geschäftsabläufe um Äußerungen in sozialen Medien, Blogs und E-Mails zu ergänzen. So sollen sich über die harten Transaktionsdaten hinaus auch weiche Stimmungen und Trends erfassen lassen. Durch eine multidimensionale semantische Schicht mit Zugriff auf Daten aus mehreren Quellen und einheitliche Dokumenterstellung sollen die Anwender eine umfassende Sicht auf ihr Geschäft bekommen.
Bessere Datenintegration
Die Erneuerung der Business-Intelligence-Software bei SAP umfasst eine Reihe einzelner Produkte. »BusinessObjects Data Services« soll helfen, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, deren Qualität zu bewerten und zu verbessern. Die aufbereiteten Daten können dann in Anwendungsumgebungen integriert werden. Darüber hinaus kann die Software Datenmigrationen und -synchronisationen unterstützen.
Mit dem »BusinessObjects Information Steward« lassen sich Datenquellen auf Vollständigkeit, Genauigkeit und Konsistenz analysieren, untersuchen und bewerten. Key Performance Indicators und Scorecards können einbezogen werden.
»BusinessObjects Event Insight« ist ein neues Produkt, mit dem sich Auswirkungen von Geschäftsereignissen wie etwa Kursschwankungen untersuchen lassen. Es korreliert komplexe Szenarien und große Datenmengen mit historischen Trends, um zukünftige Ergebnisse vorherzusagen.
»BusinessObjects Business Intelligence« schließlich ist eine Plattform, die Anwendern flexiblen Zugang zu verlässlichen Informationen geben will.
Partner sind einbezogen
Die neuen Versionen unterstützen 64-Bit-Architekturen, Virtualisierung und Cloud-Methoden. Systemmonitoring, Alarmierungen und Revisionen sollen die 4.0-Versionen für zahlreiche Abteilungen skalierbar machen. Auf diese Weise sollen sie dazu beitragen, die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) zu reduzieren. Die Anwender erhalten während des Geschäftsbetriebs wichtige Erkenntnisse durch BI, die in die Software SAP Business Suite eingebettet und über 26 branchen- und geschäftsspartenspezifische SAP BusinessObjects Analytic Applications verfügbar ist.
SAP arbeitet mit Partnern wie Accenture, Atos Origin, Capgemini, Cundus, Deloitte, Hewlett-Packard, Logica, Siemens IT Solutions and Services und Teradata zusammen, um Business Analytics branchen- und spartenspezifisch anbieten zu können. Partner, die am Ramp-up für die 4.0-Versionen teilnehmen, können spezielle Trainingsprogramme nutzen und ihre Kunden bei Implementierungen und Upgrades dadurch besser unterstützen.
Für Partner, die auf kleinere Unternehmen ausgerichtet sind, ist interessant, dass die Edge-Pakete aus dem BusinessObjects-Portfolio in dem großen 4.0-Launch ebenfalls erneuert wurden und die Business-Intelligence-Software jetzt mit den SAP-Applikationspaketen All-in-One sowie BusinessOne besser zusammenarbeiten soll.
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