Skandal um Mark Hurd:
Hurd-Streit: Ellisson bricht mit Hewlett-Packard
Weil HP Mark Hurd verklagt, will Oracle-Chef Larry Ellison jeglichen Geschäftskontakt zu HP abbrechen. Hewlett-Packard sei kein Partner mehr. Die Auseinandersetzung eskaliert. Der Channel von Oracle bewertet den Einstieg von Hurd unterdessen äußerst positiv.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
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Die Auseinandersetzung um Mark Hurd gewinnt an Schärfe
Hewlett-Packard will das Engagement von Ex-Chef Mark Hurd bei Oracle per Gerichtsurteil verhindern. HP reichte am Dienstag Klage gegen Hurd ein, der am Vortag von Oracle als Co-Präsident und Direktor angeheuert worden war. Oracle-Chef Larry Ellison verurteilte das Vorgehen von HP. Der Verwaltungsrat von Hewlett-Packard missachte mit der "rachsüchtigen Klage" die Interessen seiner Aktionäre und Mitarbeiter, sagte der Konzernchef. Oracle habe HP immer als einen wichtigen Partner betrachtet, nun sei eine weitere Zusammenarbeit aber unmöglich. HP führte zur Begründung an, dass mit Hurds Wechsel zu Oracle Geschäftsgeheimnisse des Konzerns gefährdet seien. Der Manager könne seine Aufgaben bei Oracle nicht ausüben, ohne zwangsläufig vertrauliche Informationen preiszugeben.
Ellison hatte zuvor den Rauswurf des Managers kritisiert. "Das war die dümmste Personalentscheidung, seitdem die Idioten im Apple-Verwaltungsrat vor vielen Jahren Steve Jobs gefeuert haben", schrieb der Top-Manager in einer E-Mail an die "New York Times"..
Das sagt der Oracle-Channel zum Hurd-Wechsel
Unterdessen hoffen US-Partner von Oracle, dass sich der Software-Konzern mit Mark Hurd an der Spitze stärker auf den indirekten Vertrieb konzentrieren wird. „In seiner Zeit bei HP hat sich Hurd immer für den Channel stark gemacht und sich für die Belange der Partner eingesetzt“, betont Chris Pyle, CEO der Champion Solutions Group, einem großen Oracle-Partner gegenüber der US-Ausgabe der Computer Reseller News. Dieses Engagement sei besonders nach der Übernahme von Sun für die Partner wichtig. „Mark wird die Channel-Strategie von Oracle entscheidend prägen“, ergänzt Bob Venero, CEO, von Future Tech. Mit Hurd an der Spitze seien für seine Firma mehr Geschäfte mit Oracle möglich, so Venero.
„Ich bin begeistert, dass ein Top-Manager wie Mark Hurd zu Oracle wechselt“, freut sich John Convery von Denali Advanced Integration. Für den Oracle-Channel sei diese Personalentscheidung sehr positiv, ist Convery überzeugt.
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