Unterstützt Hardware-spezifische Treiber:
Test: Windows 7 einfach mit »Snap Deploy« von Acronis verteilen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de), Randy George

24.11.2009

Wenn es nur darum geht, Windows 7 im Unternehmen zu verteilen, dann ist »Snap Deploy 3.0« von Acronis eine gute Wahl. Der Test zeigt jedoch, dass die Software eine Desktop-Management-Suite nicht ersetzen kann.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Entscheidet sich ein Unternehmen, Windows 7 im größeren Stil einzusetzen, dann kommt schnell auch die Frage nach einem passenden Deployment-Tool auf. Die Informationweek-Kollegen in den USA haben sich zu diesem Zweck »Snap Deploy 3.0 [1]« von Acronis [2] angesehen. Der Hersteller geht mit dieser Lösung nur die Image-Erstellung für die Clients und die unternehmensweite Verteilung des Betriebssystems an. Benötigen Unternehmen eine vollständige Desktop-Management-Lösung, sollten sie sich nach etwas anderem umschauen. Geht es nur darum, Windows 7 im Unternehmen zu installieren, lässt sich dies mit der Software gut erledigen.

Prozess der Verteilung eines Rechner-Images mit »Snap Deploy 3.0« von Acronis

Snap-Deploy 3.0 lässt sich einfach installieren. Der Hersteller hat alle Client- und Server-Komponenten der Lösungen in eine Exe-Datei verpackt, die gerade 120 MByte groß ist. Die Software bringt eine Management-Konsole, einen Lizenz-, Deployment- und einen PXE-Server mit. Bei Bedarf lassen sich die verschiedenen Rollen für mehr Leistungsfähigkeit auf unterschiedlichen Rechnern installieren. Für kleine IT-Landschaften reicht es auch, alles auf einem Rechner oder sogar in einer virtuellen Maschine zu installieren.

Negativ fiel allerdings auf, dass eine zusätzliche Lizenz pro Rechner notwendig ist, um die Images auf Maschinen mit unterschiedlicher Hardware-Ausstattung zu verteilen. Zu den 23 Euro für die Standard-Client-Lizenz kommen dann noch einmal 12 Euro für die Universal-Snap-Deploy-Option hinzu.

Ein Master-Image zu erstellen, ist einfach. Ein Wizard leitet den Nutzer durch die verschiedenen Schritte, um ein bootbares ISO-Image zu erzeugen. Dieses lässt sich dann auf eine CD/DVD, einen transportablen Speicher oder eine Floppy-Disk bringen. Das Image enthält einen Linux-Boot-Loader mit einem universellen Treiber für den IP-Zugriff. Nach dem Booten verbindet sich der Client mit dem Deployment-Server. Dann wartet er darauf, dass der IT-Verwalter per Uni- oder Multicast das Image versendet.

Bei der Image-Erstellung muss der Administrator allerdings sowohl die System-Partition als auch eine Boot-Partition berücksichtigen, die 100 MByte groß ist. Letztere erzeugt Snap-Deploy. Andernfalls bootet die Zielmaschine ohne einen Reparaturvorgang durch das Betriebssystem nicht. Nachdem dies im Test klar war, ließen fünf Rechner mit Windows 7 innerhalb von 10 Minuten versorgen.

Im Test fiel positiv auf, dass der IT-Verwalter für das Imaging Hardware-Treiber angeben kann, die speziell ein bestimmtes Zielsystem benötigt. Damit gibt es dann keine Bluescreens, wenn die Images auf Rechnern mit unterschiedlicher Hardware zum Einsatz kommen.

Gut ist auch, dass Snap-Deploy auch einen PXE-Server mitbringt. Im Test gab es keine Probleme, dass verschiedene Rechner von dem Server booteten, um das Image parallel zu verteilen. Einziges Problem war ein älterer Laptop, der kein PXE-Boot unterstützte.

[1] http://www.acronis.de/enterprise/products/snapdeploy/
[2] http://www.acronis.de/

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