Kostenlose Microsoft-Programme:
Microsoft: Diese kostenlosen Programme machen XP, Vista und 7 noch besser

von magnus.de

18.08.2010

Mit hunderten kleinen Gratis-Helfern will Microsoft das Arbeiten in Windows erleichtern. Die Tools schlummern teils gut verborgen auf den Servern des Software-Giganten. Wir zeigen, wie Sie daraus Ihr persönliches Microsoft Windows 8 Preview Kit schmieden.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Oft sind es Kleinigkeiten, die den Windows-Alltag einfacher machen. Eine virtuelle Kopie Ihrer Windows-Installation erstellen Sie mit Disk2vhd 1.6. Fehler im Netzwerk spüren Sie mit Microsofts Network Monitor 3.4 auf. Und mit den Security Essentials schützen Sie Windows vor Viren und Trojanern.

Das sind nur drei gute Beispiele von Tools, die Microsoft gratis im Web anbietet. Die Helfer aus der Download-Datenbank von Microsoft möbeln Ihr Windows auf. Bei den besten Tools aus den Software-Quellen von Microsoft ist für jeden etwas dabei: kostenlose Fernwartung und Remote Desktop Sharing mit SharedView 8.0.5, automatische Synchronisation mit SyncToy 2.0 oder eine Liste der geöffneten Dateien mit Handle 3.42.

Nützlich ist der Microsoft Baseline Security Analyzer 2.1, mit dessen Hilfe Sie Sicherheitslücken schnell aufspüren, wie fehlende Updates oder Administator-Passwörter. Obwohl viele der Applikationen bereits lange vor dem Start von Windows 7 fertig waren, traut sich Microsoft nicht, die neuen Werkzeuge offiziell in Windows zu integrieren. Wer von den inoffiziellen Tools profitieren will, muss sich selbst auf die Suche machen.

Die Software-Schmiede Sysinternals stellt verboten gute Tools für Windows zur Systempflege und Datenrettung her. Sie sind so nützlich, dass Microsoft das kleine Entwickler-Team vor gut zwei Jahren eingekauft hat und die Programme seither kostenlos zum Download anbietet. Die mehr als 60 Diagnose- und Reparaturprogramme zielen auf die Bedürfnisse von versierten Windows-Nutzern und Administratoren.

Mit den Applikationen durchleuchten Sie die auf Ihrem Windows-Rechner laufenden Programme, prüfen Netzwerkeinstellungen, Dateikonflikte und Freigaben, wehren Schadprogramme ab oder vergrößern Ihren Desktop. Und das ist längst noch nicht alles, was die kostenlosen Tools können.

Eine Übersicht aller Programme finden Sie unter http://technet.microsoft.com/de-de/sysinternals/ . Über die URL http://live.sysinternals.com lassen sich die einzelnen Tools ohne vorherige Installation online aufrufen – praktisch, wenn man auf die Schnelle eines der Programme benötigt.

Eine grafische Bedienoberfläche für die Sysinternals-Tools bleibt Microsoft bislang schuldig. Die steht jedoch mit dem Windows System Control Center (WSCC, www.kls-soft.com/wscc/) bereit. Die kostenlose Software präsentiert nach dem Start eine in Rubriken gegliederte Programmauswahl mit kurzen Beschreibungstexten zu den einzelnen Modulen. Außerdem gibt es eine Suchfunktion.

Ein Update-Manager lädt die enthaltenen Applikationen beim ersten Programmstart von der Sysinternals-Website herunter und entpackt sie automatisch. Das funktioniert auch bei der Nutzung von WSCC auf einem USB-Stick. Im Hauptmenü genügt dann ein Klick und das gewünschte Programm startet. Ein Update-Manager findet neue oder aktualisierte Tools und pflegt sie ein.

Gratis-Tools aufspüren

Man sollte meinen, Microsoft hätte großes Interesse daran, die selbst entwickelten oder zugekauften Tools unters Volk zu bringen. Doch Versuche, neue Gratis-Tools aufzuspüren, geraten leicht zur Geduldsprobe. Vor allem dann, wenn Sie nicht genau wissen, wonach Sie suchen, sondern einfach nach Hilfsprogrammen stöbern möchten.

Anlaufstelle Nummer eins für Zusatzprogramme von Microsoft ist das Download Center, das Sie auf der deutschsprachigen Homepage derzeit unter dem Punkt Downloads & Testversionen erreichen .

Oben auf der Seite gibt es das Suchfeld Gesamtes Download Center durchsuchen. Wer hier beispielsweise Windows 7 Tools eintippt und auf das Lupensymbol klickt, bekommt zum Zeitpunkt unserer Tests schlappe sechs Treffer angezeigt, mit Windows 7 Tool sogar nur einen einzigen.

Immerhin 40 Ergebnisse zeigt der Microsoft-Server an, wenn Sie die Suche auf zusätzliche Downloads für englischsprachige Versionen erweitern. An deutlich mehr Ergebnisse kommen Sie über die Rubrikenauswahl heran. Dazu stellen Sie rechts oben bei Downloadkategorien die Auswahl Tools für die Systemverwaltung ein.

Knapp 300 Einträge umfasst die Software-Liste in Tabellenform, die Sie per Klick auf die Spaltenüberschrift Veröffentlicht chronologisch sortieren. Was Einträge wie Mehrseitige Rechnungsvorlage für Excel 2010 und Service Packs in dieser Rubrik verloren haben, weiß wohl nur Microsoft.

Man kann kaum abschätzen, wie viele Downloads Microsoft tatsächlich anbietet. Denn Microsofts Download-Portal ist nicht die einzige Anlaufstelle für Software. Neben dem Download-Center betreibt das Unternehmen ein Sammelsurium an weiteren Sites und Sub-Domains. So finden sich etliche Tools nur in den Entwicklerforen des MSDN (Microsoft Developer Network), in TechNet (Website für Administratoren) oder den Entwicklerlabors (Microsoft Research).

Hier publizieren Microsoft-Programmierer nützliche Tools, die sie für sich zum leichteren Umgang mit Windows programmiert haben. Alle Programme im Zusammenhang mit der Live-Online-Plattform gibt es unter www.live.com. Allerdings auch nicht direkt unter www.live.com – hier bekommen Sie die Programme nur angezeigt, wenn Sie sich mit einer kostenlosen Live-ID anmelden.

Ohne Microsoft-Kennung kommen Sie dagegen unter http://explore.live.com an eine Software-Übersicht mit Beschreibungen. Der Download setzt jedoch immer auch hier zwingend eine Live-ID voraus.

Windows Preview Kit

Das umständliche Suchen in den Download-Archiven und den Entwicklungslabors können sich Heftkäufer jedoch ersparen. Mit dem Windows Preview Kit von der Heft-DVD des PC Magazins 9/2010 kommen Sie blitzschnell an Microsofts Software-Perlen ran. Der Download-Assistent kennt die besten 100 Gratis-Tools von Microsoft, hält zu jedem Programm eine kurze Beschreibung bereit und bringt Sie zielgenau zur passenden Website.

Von dort brauchen Sie die gewünschte Software nur noch herunterzuladen. Vorweg: Bei manchen Programmen muss Ihr System vor dem Download eine Windows-Gültigkeitsprüfung absolvieren. Dabei wird anhand des Lizenzschlüssels ermittelt, ob Sie ein legal erworbenes Windows besitzen.

Das Windows Preview Kit starten Sie ohne Installation direkt aus der Bedienoberfläche der Heft-DVD heraus. Auf der linken Seite sehen Sie eine Übersicht der 100 besten Microsoft-Tools. Zu jeder Freeware gibt es rechts eine Funktionsbeschreibung mit Angaben zu den unterstützten Windows-Versionen. Außerdem sehen Sie zu vielen Programmen ein Bildschirmfoto.

Ein Klick auf den Download-Button bringt Sie direkt zur Download-Seite. Ist das Programm in mehreren Sprachen zu haben, ist normalerweise Deutsch voreingestellt – anderenfalls müssen Sie die Sprache auf der Download-Seite noch umstellen. Wählen Sie bei Tools, die in separaten Versionen für in 32- und 64-Bit-Systeme angeboten werden, die zu Ihrer Windows-Variante passende Datei aus.

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