Zugangskontrolle per Webcam:
Biometrischer Single-Sign-On zum Nachrüsten
Die Schweizer Biometry.com AG bietet Unternehmen und Privatanwendern eine Software zum Nachrüsten einer biometrischen Single-Sign-On-Lösung an, die sogar sicherer sein soll als herkömmliche Fingerabdruckscanner. Die zu schützenden PCs brauchen dafür lediglich eine Webcam mit Mikrofon.
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Das System überprüft Gesicht und Stimme des Nutzers.
Nachdem Biometrie eine Zeit lang schon fast als die ultimative Lösung für alle Authentifizierungs-Probleme hochgejubelt wurde, kommt die Technologie inzwischen immer mehr in der Realität an. Dabei ist, spätestens seit der Chaos Computer Club den Fingerabdruck Wolfgang Schäubles kopierte, klar, dass auch Biometrie weder absolut sicher, noch frei von Risiken durch menschliches Versagen ist.
Damit haben sich inzwischen auch die in die Biometrie gesetzten Hoffnungen und Anforderungen verändert: Neben dem weiterhin zentralen Sicherheitsaspekt wird zunehmend erkannt, dass biometrische Lösungen bei den Anwendern oft vor allem für »Convenience« stehen. Statt sich x Passwörter zu merken und drei verschiedene Magnet- und RFID- Identifikationskarten mit sich herumzutragen, reichen ein kurzer Fingerzeig, ein Hand auflegen, oder ein tiefer Blick in die Kamera – und schon öffnen sich die Türen und Rechner, oder eben nicht.
Und dass eine biometrische Absicherung auch nicht immer gleich teuer oder mit einer komplizierten Anpassung der gesamten Infrastruktur verbunden sein muss, beweist etwa die Biometry.com [1] AG aus der Schweiz. Mit »BIOMETRYsso« bietet das Unternehmen eine pfiffige Nachrüst-Lösung an, mit der sich vorhandene PCs und Laptops per Software innerhalb von Minuten auf eine biometrische Single-Sign-On-Authentifizierung umstellen lassen. Alles, was der Rechner dafür mitbringen muss, sind eine Webcam und ein Mikrofon, wie sie heute beispielsweise in den meisten Laptops bereits enthalten sind. Das BIOMETRYsso-System erlaubt es dem Besitzer, nur bestimmte Anwendungen und Dateien, oder auch gleich den ganzen Rechner mit der biometrischen Kontrolle zu versehen.
Sicherer als mancher Fingerabdrucksensor
Die Konfiguration erlaubt es unter anderem, die einzelnen Kontroll-Kriterien zu regulieren.
Darüber hinaus kann die Software auch so eingestellt werden, dass die biometrische Authentifizierung nicht nur beim ersten Aufruf eines gesicherten Bereiches nötig wird, sondern auch ständig die Identität und Anwesenheit des berechtigten Nutzers überprüft. Verlässt er dann beispielsweise den Platz vor der Kamera, muss er sich erst wieder entsprechend identifizieren (indem er der Kamera sein Gesicht zeigt), bevor er direkt wieder an der Stelle weiterarbeiten kann, an der er die Arbeit unterbrochen hatte. Außerdem kann auch selbst reguliert werden, wie streng kontrolliert werden soll, so dass man sich beispielsweise auch mit einer Erkältung noch problemlos einloggen kann.
Will ein Nutzer auf die geschützten Bereiche zugreifen, wird er über eine Dialogbox mit Webcam-Blickfeld dazu aufgefordert, eine nacheinander auftauchende Reihe von Zahlen nachzusprechen, während er in die Kamera schaut. Das System zeichnet über die Kamera Gesicht und Stimme auf und prüft dann, ob diese Aufzeichnungen mit den vorab gespeicherten Templates für den berechtigten User übereinstimmen. Da das System dabei gleich mehrere biometrische Faktoren (Gesicht, Stimme, Worterkennung) abfragt, ist laut Anbieter sogar sicherer als viele herkömmliche Systeme wie die meisten Fingerabdrucksensoren, die nur auf einem (eventuell auch fälsch-/ kopierbaren) Merkmal beruhen.
Damit bietet Biometry Unternehmen und professionellen Privatnutzern eine einfache und sichere Möglichkeit, ihre Geräte auch nachträglich noch per Software auf einen biometrischen Single-Sign-On umzustellen. Unter diesem Link [2] kann die Software heruntergeladen und für 30 Tage kostenlos getestet werden. Eine einzelne Jahreslizenz liegt laut Anbieter bei etwas weniger als 50 Euro für einen Arbeitsplatz und kann auch online erworben werden.
[1] http://www.biometry.com/
[2] http://www.biometry.com/biometrysso.html
- 1. Seite: Biometrischer Single-Sign-On zum Nachrüsten
- 2. Seite: Sicherer als mancher Fingerabdrucksensor
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