Biometrie:
Ein Gesicht ergibt viele Schlüssel
Datenschutz hat in der Biometrie hohe Bedeutung. Der technische Schutz erfasster Körpermerkmale bleibt dabei oft unberücksichtigt. Das Fraunhofer IGD sorgt dafür, dass biometrische Schlüssel nicht ausgehen.
In biometrischen Systemen gespeicherte Referenzdaten basieren auf eindeutigen Körpermerkmalen des Nutzers wie Fingerabdruck, Gesicht oder Iris. Sind diese Daten erst einmal in falsche Hände geraten, können sie aber nicht so leicht ersetzt werden. Außerdem können die Referenzdaten ungewollt den Gesundheitszustand eines Nutzers verraten. Eine Mehrfachnutzung in verschiedenen Biometrie-Anwendungen führt manchmal zu so genannten Verknüpfungsproblemen.
Ein am Fraunhofer IGD [1] entwickeltes Verfahren verzichtet deshalb darauf, biometrische Daten zu speichern. Es generiert stattdessen mittels verschiedener Techniken über das biometrische Merkmal einen digitalen Schlüssel, der nichts mehr mit dem Körpermerkmal gemein hat. Mit unterschiedlichen Einstellungen lassen sich aus ein und demselben Körpermerkmal beliebig viele Schlüssel generieren. Ein Gesicht ergibt so zum Beispiel eine unendliche Möglichkeit an digitalen Schlüsseln und die Verknüpfungsprobleme gehören damit der Vergangenheit an.
[1] http://www.igd.fhg.de/
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