EMEA-Konferenz in Rom:
IBM rückt Information Management in den Fokus

von Werner Fritsch (werner.fritsch@crn.de)

21.05.2010

Der Bereich Information Management der IBM Software Group bietet auf einer großen Europa-Konferenz allgemeine Über- und vertiefende Einblicke in seine breite Palette. Auch neue Produkte werden vorgestellt, etwa im Bereich Business Analytics.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

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Vom 19. bis 21. Mai hält der IT-Riese IBM [1] in Rom eine Konferenz zum Thema »Information on Demand« (IOD) ab. 2700 Besucher aus der Region EMEA – 40 Prozent mehr Kunden und 30 Prozent mehr Business Partner als zur entsprechenden Veranstaltung des vorigen Jahres – hatten sich auf den Weg gemacht, um das Mantra vom explosionsartigen Datenwachstum zu hören und sich über Technologien zu informieren, mit denen Unternehmen die daraus resultierenden Herausforderungen meistern können.

Rund 2700 Besucher nahmen IBMs Konferenz zum Thema Information on Demand in Rom teil.

Rund 15 Petabyte Daten werden täglich neu erzeugt, 80 Prozent sind unstrukturiert (etwa Texte oder Bilder), und 90 Prozent werden nicht systematisch verwaltet, berichtete Ron Ercanbrack, der bei IBM als Vice President den Bereich Enterprise Content Management (ECM) verantwortet.

Sein für Business Intelligence zuständiger Kollege Rob Ashe hob hervor, dass Unternehmen, die Datenanalyse ernsthaft betreiben, nachweislich erfolgreicher sind, das heißt 33 Prozent mehr Umsatz erreichen als ihre Wettbewerber, eine um 32 Prozent höhere Kapitalrendite erzielen und ihren Profit zwölfmal so schnell steigern.

Business Analytics und Advanced Case Management

Arvind Krishna, der zu Beginn des Jahres Ambuj Goyal als Chef der IBM-Sparte Information Management abgelöst hatte, ließ die zahlreichen Akquisitionen Revue passieren, die IBM hier in den letzten Jahre getätigt hat.

Bei Business Analytics waren es in den vergangenen fünf Jahren 18 Übernahmen für 11 Milliarden Dollar. Bei Business Analytics sehen Marktforscher ein Wachstum, das doppelt so schnell ist wie der Durchschnitt der IT-Industrie.

Voriges Jahr hat man beispielsweise den Data-Mining-Spezialisten SPSS übernommen. Aus diesem Bereich wurde in Rom neue Software vorgestellt, die Data Mining (Advanced Analytics oder Predictive Analytics, wie heute stattdessen oft gesagt wird) nun auch Geschäftsanwendern zugänglich machen soll: IBM SPSS Decision Management.

Internet als Datenquelle

Neben herkömmlichen Datenquellen wird das Internet immer wichtiger. Damit Unternehmen hierfür verteilte Applikationen entwickeln und Daten analysieren können, hat der IBM-Bereich Infosphere auf der Grundlage der unter dem Dach von Apache entstandenen quelloffenen Software Hadoop unter dem Namen BigInsights neue Software entwickelt.

Im Zusammenhang mit Business Process Management gab es in Rom einiges über »Advanced Case Management« zu hören. Wird zum Beispiel ein Kreditantrag eines Kunden bearbeitet, sollen nicht nur die relevanten Dokumente digitalisiert und per Workflow weitergeleitet werden, sondern begleitend sollen Geschäftsregeln berücksichtigt und die Kreditwürdigkeit geprüft werden.

Neben dem federführenden Bereich Filenet, der das Thema Enterprise Content Management abdeckt, kommen Technologien aus anderen Software-Bereichen von IBM hinzu: etwa Business Intelligence (Cognos, SPSS) und Business Rules (Ilog).

Auf eigene Faust bauen Kunden bereits heute derartige Lösungen, zum Beispiel der Finanzdienstleister Zurich, der auf der Konferenz referierte. Wie Ken Bisconti, bei IBM Vice President ECM Products & Strategy, im Gespräch mit InformationWeek andeutete, wird es im Lauf des Jahres aber auch ein entsprechendes integriertes Produktangebot von IBM geben.

[1] http://www.ibm.de

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