Betriebssysteme: Windows:
Streit um Windows: Microsoft und Europäische Union vor Einigung

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

08.10.2009

Die Kuh im Falle Windows scheint vom Eis zu sein. Die Europäische Kommission will offenkundig den Vorschlag von Microsoft akzeptieren, Nutzern von Windows die Wahl ihres Web-Browsers selbst zu überlassen. Die User sollen zwischen mehreren Browsern unterschiedlicher Hersteller wählen können.

Wie die Europäische Kommission mitteilte, will sie den Vorschlag von Microsoft [1] einem »Markttest« unterziehen. Das heißt, dass Anwender, Softwarefirmen und Rechnerhersteller ihre Kommentare dazu abgeben können.

Die Europäische Wettbewerbskommission hatte gegen Microsoft ein Kartellrechtsverfahren eingeleitet. Der Grund: die nach Meinung der Kommission zu enge Verzahnung zwischen Windows und dem Browser Internet Explorer.

So könnte der

Microsoft will nun eine »Europa-Version« von Windows ausliefern. Sie ist mit einem »Ballot Screen« ausgestattet. In diesem Fenster sind mehrere Browsern aufgeführt, die der Benutzer installieren kann: den IE, Firefox, Safari, Opera oder Chrome.

Bereits Windows 7 soll mit dem Ballot Screen versehen werden. Auch Nutzer von Windows Vista und XP kommen in den Genuss der Wahlmöglichkeit, über den Update-Service von Microsoft.

Sowohl Microsoft als auch die EU-Kommission zeigten sich zuversichtlich, dass der Streitfall in absehbarer Zeit beendet sein wird. Neelie Kroes, die Wettbewerbs-Kommissarin der EU, geht davon aus, dass die EU und Microsoft bis Ende des Jahres das Kriegsbeil begraben haben werden.

[1] http://www.microsoft.de/