Management von Windows-PCs:
Microsoft: Windows-Rechner per »Cloud« verwalten
Die Beta-Version von Windows Intune hat Microsoft veröffentlicht. Mit dem Tool können vor allem kleinere Unternehmen mit bis zu 500 Windows-Systemen ihre Rechner managen – mithilfe eines Cloud-Services.
Derzeit können nur 1000 ausgewählte Beta-Tester in den USA, Kanada und Mexiko Windows Intune ausprobieren. Laut Microsoft [1] sollen nach und nach auch Interessenten aus anderen Ländern Gelegenheit erhalten, das Tool zu testen.
Mit Windows Intune können Systemverwalter, aber auch Dienstleisterm, Windows-Rechner aus der Ferne managen.
Das ist auch wünschenswert. Denn mit Intune lassen sich zwischen 25 und 500 Windows-PCs verwalten. Somit ist die Lösung vor allem für mittelständische Firmen von Interesse, und davon gibt es bekanntlich in Deutschland jede Menge.
Die Basis von Intune ist der Cloud-Service von Microsoft. Die Lösung erlaubt es einem Systemverwalter, von einer Web-Konsole aus auf die Rechner zuzugreifen, die er managen soll. Da dies über das Internet erfolgt, lassen sich auch Windows-Systeme verwalten, die an entfernten Standorten oder im Home-Office von Mitarbeitern stehen. Auch mobile Betriebsrechner können ferngewartet werden.
Funktionen von Intune
Hier die wichtigsten Funktionen von Intune:
Updates bereitstellen: Der Systemverwalter kann zentral Updates und Service-Packs auf Windows-Rechner überspielen. Dies ist wichtig, weil sich ungepatchte Systeme immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko entwickeln;
Schutz vor Schadsoftware: Microsofts Malware-Protection-Engine schützt Systeme vor Viren, Trojaner, Spyware und anderen Schädlingen. Allerdings ersetzt diese Funktion nicht die Sicherheitslösungen, die auf jedem Desktop-Rechner installiert sein sollten;
Die Lösung bietet auch eine Funktion, mit der sich PCs auf Schadsoftware hin untersuchen lassen.
Monitoring von PCs: Die Lösung meldet automatisch, wenn sich Rechner »merkwürdig« verhalten, etwa weil Betriebssystem oder Anwendungen durch Eingriffe des Benutzers beschädigt wurden oder dieser Sicherheitseinstellungen deaktiviert hat.
Fernwartung und Anwender-Support: Der Fachmann kann bei Auftreten von Fehlern oder Problemen dem Benutzer »remote« unter die Arme greifen, etwa Fehlfunktionen analysieren oder ihm helfen, eine Anwendung neu zu installieren. Das senkt die Support-Kosten und verringert die Ausfallzeiten von Rechnern.
Hard- und Software-Bestand erfassen: Mit Intune lassen sich Informationen über die Hard- und Software sammeln, mit denen PCs ausgestattet sind. Ein Vorteil: Probleme durch Über- und Unterlizenzierung können vermieden werden. Dass deutsche Firmen dadurch viel Geld verlieren, haben wir in diesem Beitrag [2] beschrieben.
Sicherheitsregeln verwalten: Der IT-Fachmann kann für alle Rechner Update-Regeln erstellen und umsetzen, die Firewalls der Desktop-Systeme konfigurieren und Sicherheits-Policies aufsetzen.
Windows-7-Lizenzen und MDOP inklusive
Ein weiteres »Bonbon« für Nutzer von Windows Intune: Das Paket enthält Upgrade-Lizenzen für Windows 7 Enterprise. Damit kann der IT-Manager alle Windows-Systeme auf denselben Stand bringen, was das Betriebssystem betrifft. Natürlich nur dann, wenn die PCs die Mindestanforderungen von Windows 7 in Bezug auf die Hardware-Ausstattung erfüllen. Dies lässt sich mithilfe des Tools Windows 7 Upgrade Advisor [3] feststellen.
Die Funktionsweise von Windows Intune: Der Systemverwalter greift über das Web und Microsofts Cloud-Service auf die Rechner zu, die er managt.
Um IT-Managern Intune schmackhaft zu machen, hat Microsoft in das Paket Tools integriert, die aus dem MDOP (Microsoft Desktop Optimization Package) stammen. Dazu zählt beispielsweise das »Diagnostics and Recovery Toolset«. Mit ihm lassen sich Daten von PCs retten, die nicht mehr hochfahren.
Was Intune im Vergleich zu System Center Configuration Manager 2007 und System Center Essentials allerdings nicht bietet, ist die Option, Software zentral auf Clients zu verteilen. Auch das Aufspielen von Betriebssystemen funktioniert nicht. Wer die letztgenannte Funktion nutzen möchte, muss auf System Center Configuration Manager zurückgreifen.
Systemanforderungen
Wie viel der Intune kosten wird, will Microsoft zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Die Lösung unterstützt folgende Betriebssysteme: die 32- und 64-Bit-Ausgaben von Windows 7 und Windows Vista (Enterprise, Ultimate, Professional) sowie von Windows XP Professional ab Service-Pack 2.
Details zu Windows Intune hat der Hersteller auf dieser Web-Seite [4] zusammengestellt, wenn auch in Englisch.
[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://www.networkcomputing.de/trends-maerkte/artikel-81399.html
[3] http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=1b544e90-7659-4bd9-9e51-2497c146af15&displaylang=de
[4] http://www.microsoft.com/windows/windowsintune/
- 1. Seite: Microsoft: Windows-Rechner per »Cloud« verwalten
- 2. Seite: Windows-7-Lizenzen und MDOP inklusive
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Chefs versagen im zwischenmenschlichen Umgang
Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit ihren Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI).
