Proxy, um bestehende Drucker zu unterstützen:
Google plant universellen Cloud-Printing-Service
Wegen »Chrome OS« will Google eine eigene universelle »Cloud Print«-Lösung. Damit sollen jegliche Applikationen über den Dienst Daten auf einem Drucker über das Internet ausgeben. Daher kann das Gerät irgendwo stehen.
Die Idee hat schon etwas für sich: Von einer beliebigen Applikation, die irgendwo läuft, Daten auf einem Drucker auszugeben. Auch dessen Ort spielt keine Rolle, solange es eine Internetverbindung gibt. Diese Idee steckt hinter »Google Cloud Print [1]«. Diesen Cloud-Computing-Service will der Suchmaschinenanbieter für sein Betriebssystem »Chrome OS« entwickeln. Denn die eigentlichen Applikationen dafür laufen im Internet. Außerdem hält Google [2] nichts von den aktuellen Drucksystemen, die für sie zu komplex sind. Kernstück der Lösung ist ein Cloud-Service, der die Druckdaten von der App entgegennimmt. Anschließend werden die Daten an einem bei dem Service registrierten Drucker weitergeleitet. Fehlt einem Außenmitarbeiter ein Dokument, bittet er einen Kollegen darum. Dieser druckt das Dokument auf dem Cloud-Print-fähigen Drucker des Kunden aus, bei dem sich sein Kollege gerade aufhält.
Über den »Google Cloud Print«-Service drucken Apps über das Internet auf irgendeinem Drucker aus.
Hinter Google-Cloud-Print verbirgt sich ein Web-Service, den Google anbietet. Um ihn zu nutzen, brauchen Anwender einen Google-Account. Mit diesem verknüpfen sie dann die Drucker, an die sie Daten schicken wollen. Der Web-Service behandelt die Drucker wie Google-Docs. Daher lassen sich die registrierten Drucker auch mit anderen teilen.
Zu jedem Drucker speichert der Account die zugehörigen Daten, so dass der Nutzer weiß, welche Funktionen ihm zur Verfügung stehen. Außerdem zeigt der Service den Status des Druckjobs in der App an, die gerade druckt. Dazu bekommt er Informationen von dem Drucker.
Damit ein Drucker die Daten von Cloud-Print ausgeben kann, muss er Googles Service unterstützen, also passende Treiber dafür besitzen. Derzeit gibt es keine solchen Systeme. Zumal sich die Idee von Google in einem frühen Stadium befindet.
Proxy, um bestehende Drucker einzubinden
Der Suchmaschinenanbieter hat eine Art von Proxy entwickelt, um auch aktuelle Drucker ansprechen zu können. Dieser sitzt auf dem Rechner, an den der entsprechende Drucker hängt. Der Proxy übernimmt die Kommunikation mit dem Cloud-Service. Erhält er einen Druckjob, übergibt er ihn an das Drucksystem des Rechners. Dieser muss dafür an sein.
Derzeit entwickelt das Unternehmen einen Proxy für Windows. Linux und Mac sollen später dazukommen. Googles »Chrome OS« hat keinen eigenes Drucksystem und daher auch keine Druckertreiber. Stattdessen läuft alles über den Cloud-Service.
Google veröffentlicht bereits jetzt Daten zu ihrem Cloud-Print-Service, weil sie ein frühes Feedback zu ihren Ideen haben will.
[1] http://code.google.com/intl/de-DE/apis/cloudprint/docs/overview.html
[2] http://www.google.de/
- 1. Seite: Google plant universellen Cloud-Printing-Service
- 2. Seite: Proxy, um bestehende Drucker einzubinden
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