Betriebssysteme: Unix:
US-Gericht: »Unix« gehört Novell und nicht SCO
Ein Gericht im US-Bundesstaat Utah hat entschieden, dass Novell das Copyright am Betriebssystem Unix hält. Die insolvente Unix-Firma SCO hatte Novell in dieser Sache verklagt. Auch von IBM und Linux-Anbieter wollte SCO Gelder eintreiben.
Mit Erleichterung dürfte nicht nur Novell [1] das Urteil des Gerichts in Salt Lake City (Utah) aufgenommen haben. Hätte die SCO Group [2] Recht bekommen, wäre auch auf IBM [3] (AIX), Hewlett-Packard [4] (HP-UX) und die Anbieter von Linux-Distributionen wie Canonical [5] (Ubuntu) oder Red Hat [6] eine Klagewelle zugerollt.
Rückschlag für SCO: Ein Gericht entschied in Sachen Unix gegen die Firma.
SCO hatte bereits 2004 Novell verklagt. Die Begründung: Novell habe für 149 Millionen Dollar alle Rechte an seinem Unix-Betriebssystem an SCO abgetreten.
Ein Teil des Programmcodes sei widerrechtlich von IBM und Linux-Anbietern in ihre Betriebssysteme übernommen worden. Diese Firmen müssten nun Lizenzgebühren an SCO zahlen.
Das Gericht stellte jedoch fest, dass Novell die Recht an wesentlichen Bestandteilen von Unix nicht an SCO übergeben hat. Damit hat sich auch SCOs Position in einem Verfahren gegen IBM verschlechtert. Dabei geht es um die widerrechtliche Nutzung von Unix-Code durch die IT-Firma.
Mit dem erhofften Geldsegen aus den Prozessen wollte SCO einen Neustart versuchen. Das Unternehmen, das einer der Pioniere im Bereich Unix war, musste im September 2007 Insolvenz anmelden.
Allerdings sind noch weitere Verfahren anhängig, die SCO wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen gegen mehrere Unternehmen angestrengt hat.
[1] http://www.novell.de/
[2] http://www.sco.com/
[3] http://www.ibm.de/
[4] http://www.hp.com/de
[5] http://www.canonical.com/
[6] http://www.redhat.com/
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