Leichterer Wechsel zu Red Hat:
Red Hat importiert virtuelle Maschinen von Vmware und Xen
Mit der Beta von »Enterprise Virtualization 2.2« konvertiert Red Hat virtuelle Maschinen von Vmware und Xen in das eigene Format und importiert sie. Außerdem verschmilzt das Management für virtuelle Server und Desktops.
Jeder Hersteller für Virtualisierungslösungen hat sein eigenes Format. So verwendet Vmware Vmdk oder Microsoft hat Vhd. Dies macht einen Wechsel zu einem anderen Hypervisor schwieriger. Red Hat [1] erleichtert hier Administratoren das Leben. Das Unternehmen integriert in die Beta von »Enterprise Virtualization 2.2 [2]« das Konvertierungstool »V2V« (Virtual-to-Virtual). Das Tool basiert auf der Open-Source »libguestfs«. V2V konvertiert Virtual-Machine-Images (VM) von Vmware oder Xen in das OVF-Format (Open-Virtualization-Format). Dieses kommt innerhalb von »Red Hat Enterprise Virtualization« (RHEV) zum Einsatz. OVF-Images und -Template kann RHEV wiederum importieren.
Die »Red Hat Enterprise Virtualization 2.2« konvertiert nun virtuelle Maschinen von Vmware oder Xen für den eigenen Einsatz.
Umgekehrt gibt es auch eine Export-Funktion. Damit transferieren Administratoren etwa VMs zwischen verschiedenen Installationen. Es lassen sich Templates oder einfach nur Backups erstellen.
Sehr wichtig ist auch das Data Warehouse im RHEV-Manager. Hier sammelt dieser Performance-Daten für Hosts, VMs und Speicher. Für Auswertung kann der Administrator ein SQL-Abfrage-Tool hernehmen. Solche Performance-Daten wichtig, um bestimmten Problemen innerhalb der Virtualisierungslandschaft auf die Spur zu kommen und etwa die VMs gut zu verteilen.
Derzeit kann V2V VMs mit »Red Hat Enterprise Linux 3« (RHEL), »4« oder »5« in Vmware- oder Xen-Systemen konvertieren. In einem späteren Beta-Release sollen aber auch Windows-XP, Windows-2003 und Windows-2008 dazukommen.
Mit der Version 2.2 verschmelzen RHEV-Lösungen für virtuelle Desktops [3] und Server auf der Managementseite. Ein nächster Schritt könnte nun sein, einen Bare-Metal-Hypervisor für Clients zu entwickeln.
Weiter hebt Red Hat die Grenze für Speicher einer VM von 64 Gigabyte auf 256 Gigabyte an. Der Hypervisor basiert nun auf dem Kernel für RHEL 5.5. Dadurch können Administratoren auch aktuelle Hardware wie Intels »Nehalem-EX« und AMDs »Opteron 6000 Serie« verwenden. Schließlich soll die Disk-I/O-Performance bei VMs besser werden, wenn Thin-Provisioning oder Snapshots zum Einsatz kommen.
[1] http://www.redhat.com/
[2] http://www.redhat.com/virtualization/rhev/server/
[3] http://www.redhat.com/virtualization/rhev/desktop/
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