Schnelle Hardware macht viel aus:
Über 20 Stunden: Windows-7-Upgrade dauert auch etwas länger

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

15.09.2009

Für den Upgrade von Windows-Vista auf Windows 7 hat Microsoft ein paar Upgrade-Test durchgeführt. Dabei kamen Zeiten zwischen 30 Minuten und mehr als 20 Stunden heraus. Bei letzterem handelte es sich um die extreme Konfiguration eines Super-Users.

Eigentlich wollte Microsoft [1] mit dem Upgrade-Tests [2] von Windows-Vista auf Windows 7 nur eines zeigen: Das Ganze läuft um 5 Prozent schneller ab als beim Wechsel von Vista auf Vista mit Service-Pack. Nach den eigenen Tests haben sie dieses Ziel auch erreicht. Allerdings zeigten die Prüfungen auch, dass es in besonderen Fällen auch extrem lange dauern kann. So bewegten sich beim Super-User-Profil die Zeiten zwischen acht und etwas mehr als 20 Stunden. Ansonsten lagen die Zeiten zwischen 30 Minuten und knapp 5 Stunden. Dabei variierte die Zeit auch je nach der eingesetzten Hardware. Außerdem untersuchte Microsoft sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Systeme.

Hardware-Profil

32 Bit

64 Bit

User-Profil

Low-End

Mid-Range

High-End

Low-End

Mid-Range

High-End

Clean

40

30

30

50

35

35

Medium

175

115

100

185

95

85

Heavy

345

185

160

355

165

150

Super

n. v.

1220

675

n. v.

610

480

Dauer des Upgrades von Windows-Vista mit Service-Pack 1 auf Windows 7.
Alle Angaben sind in Minuten. n. v. = nicht verfügbar (Quelle: Microsoft)

Bei der Hardware kamen drei Profile zum Einsatz »Low End«, »Mid Range« und »High End«. Bei den Usern wählte Microsoft vier User-Profile aus: »Clean«, »Medium«, »Heavy« und »Super«. Beim Clean-User lagen die Zeiten zwischen 30 und 40 Minuten bei 32 Bit sowie zwischen 35 und 50 Minuten bei 64 Bit. Der Medium-User brauchte zwischen 100 und 175 Minuten bei 32 Bit sowie zwischen 85 und 185 Minuten.

Beim Heavy-User bewegten sich die Zeiten zwischen 160 und 345 Minuten beziehungsweise zwischen 150 und 355 Minuten. Ganz extrem waren die Zeiten beim Super-User. Beim 32-Bit-System musste er 11 beziehungsweise 20 Stunden investieren. Beim 64-Bit-System waren zumindest nur 6 beziehungsweise etwas mehr als 8 Stunden. Beim Super-User ging es Microsoft nicht so sehr um ein realistisches Profil, sondern um eine möglichst extreme Szenerie.

Der Medium-User hat auf seinem System 70 Gigabyte an Daten, aus Dokumenten, Bildern und Musik bestehend. Hinzu kommen 20 Applikationen sowie 15 optionale Windows-Komponenten. Letzteres war über die User-Profile gleich. Der Heavy-User verwendete 125 Gigabyte an Daten und 40 Applikationen. Beim Super-User waren es dann 650 Gigabyte beziehungsweise 40 Applikationen.

Bei Low-End liefen in dem System ein AMD-Athlon-64 und eine Western-Digital-Festplatte mit 320 Gigabyte und 5400 Umdrehungen. Für Mid-Range und High-End setzte Microsoft einen »AMD Athlon 64 X2 Dual Core«-Prozessor für 32-Bit und eine Intel-Core-2-Quad-CPU für 64 Bit ein. Als Festplatte kam eine Western-Digital mit einem Terabyte bei 7200 Umdrehungen zum Einsatz. Für die High-End-Hardware hatte die Festplatte statt 16 MByte einen Cache von 32 MByte.

[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://blogs.technet.com/chris_hernandez/archive/2009/09/02/windows-7-upgrade-performance.aspx

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