Installation ist freiwillig:
Windows-7: Gefälschte Versionen besser erkennen
Mittlerweile gibt es verschiedene Exploits, um die Aktivierung von Windows 7 zu umgehen. Die aktuelle Version der »Windows Activation Technologies« soll diese erkennen. Dabei warnt Microsoft, dass illegale Software oft Malware enthält.
Nicht jeder will für Software bezahlen, und geht dafür auch illegale Wege. Diverse Websites bieten dazu, Produkt-Keys, Key-Generatoren oder Crack-Tools an. Allerdings geht der Nutzer solcher Tools auch das Risiko ein, sich Malware einzufangen. Nach einer Untersuchung von IDC [1] im Auftrag von Microsoft [2] enthalten 11 Prozent der solcher Downloads von Web-Sites und 59 Prozent von Peer-to-Peer-Netzwerken Malware. Microsoft geht das Problem illegaler Windows-Versionen, speziell von Windows 7, mit einer aktuellen Version der »Windows Activation Technologies« an. Diese sollen 70 bekannte Aktivierungs-Exploits zu entdecken. Diese behindern oder umgehen die Aktivierungstechnologien in Windows 7. Nach der Installation weiß der Nutzer, ob er mit einer legalen Windows-7-Version arbeitet. Die Installation soll allerdings vollkommen freiwillig sein.
Mit Hilfe der »Windows Activation Technologies« von Microsoft, findet er Anwender heraus, ob er eine illegale Version besitzt.
Erscheint die Windows-Activation-Technologie im Update-Fenster auf, kann der Nutzer diese abwählen. Entscheidet er sich dafür, muss er wissen, dass das Tool mit Servern von Microsoft kommuniziert. Dabei gibt das Unternehmen an, dass die übertragenen Daten keine persönlichen oder anderen Informationen enthielten, über die Microsoft den Anwender identifizieren könnte. Außerdem soll sich das Tool jederzeit wieder entfernen lassen.
Erkennt die Software einen Aktivierungs-Exploit, warnt sie den Nutzer. Außerdem soll es Möglichkeiten geben, das Problem zu beheben. So kann das Tool veränderte, deaktivierte oder fehlende Lizenzdateien reparieren.
Schwarzer Desktop bei illegaler Version
Handelt es sich um eine nicht originale Windows-7-Version wird der Desktop-Hintergrund schwarz. Icons, Gadgets oder Verknüpfungen sollen sich weiter nutzen lassen. Microsoft betont, dass sich die gefälschte Version voll funktionsfähig bleibe. Allerdings verhindern die Windows-Activation-Technologies, dass der Nutzer bestimmte Microsoft-Services wie die Microsoft-Security-Essentials weiter nutzen kann
Microsoft will das Tool zunächst für Windows-7-Versionen »Home Premium«, »Professional«, »Ultimate« und »Enterprise« bereitstellen. Ab dem 16. Februar ist es auf der Website [3] von Microsoft verfügbar und ein Tag später auch im Download-Bereich. Ende Februar gibt es das Tool über Windows-Update. Will der Administrator es über die Windows-Server-Update-Services (WSUS) bereitstellen, muss er es in den zugehörigen Katalog importieren.
[1] http://www.idc.com/
[2] http://www.microsoft.de/
[3] http://www.microsoft.com/genuine/
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