Windows 7 auf mobilen Rechnern:
Microsoft: Windows 7 ist kein Stromfresser
Klagen von Windows-7-Nutzern, das Betriebssystem benötige zu viel Strom, ist Microsoft auf den Grund gegangen. Das Resultat der Tests: Windows 7 ist unschuldig.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Wie berichtet, häufen sich seit einigen Monaten in einem Microsoft [1]-Technet-Forum Beschwerden von Notebook-Usern. Sie bemängeln, dass Windows 7 zu viel Strom benötigt oder aber den Ladezustand der Batterien der mobilen Rechner nicht korrekt anzeigt.
Von dieser Warnmeldung von Windows 7 zeigen sich Nutzer von Net- und Notebooks irritiert.
Betroffen sind Notebooks aller führenden Anbieter, inklusive Acer, Asus, Dell, Hewlett-Packard, Lenovo, Samsung und Toshiba. In einem Statement im MSDN-Blog [2] wies Steven Sinofsky, Präsident von Microsoft Windows-Sparte, diese Vorwürfe nun zurück. Das Unternehmen habe das Problem, zusammen mit seinen Partnern, sorgfältig analysiert.
Dabei seien keine Fehler in Windows 7 festgestellt worden, die zu falschen Statusmeldungen bezüglich des Akku-Standes von Net- oder Notebooks hätten führen können.
»Windows 7 gibt keine unkorrekte Meldungen über den Ladezustand von Akkus aus«, so der Manager. »Das Betriebssystem warnt in korrekter Weise vor dem bevorstehenden Ausfall defekter Stromversorgungen.«
Microsoft: Alte Akkus sind das Problem
Nutzer von Windows 7 hatten moniert, dass das Betriebssystem Warnmeldungen ausgegeben habe, wie »Es besteht ein Problem mit dem Akku. Tauschen Sie diesen aus.« Auch ein Neukalibrieren der Batterien schaffte nach Angaben mehrerer Nutzer keine Abhilfe. Einige führten daraufhin ein Downgrade auf Windows XP oder Vista durch.
Laut Sinofsky nutzt Windows 7 im Gegensatz zu XP und Vista Informationen, welche die Firmware moderner Akkus bereitstellt. Als Richtwert für die Warnmeldungen verwendet das Betriebssystem den so genannten Design-Wert einer Batterie, nicht die Daten über die volle Ladekapazität. Diese stellt die Firmware ebenfalls, neben Herstellernamen und Seriennummer, zur Verfügung.
Den Untersuchungen von Microsoft zufolge traten Probleme nur bei älteren oder defekten Akkus auf. Im Schnitt seien die Notebooks, bei denen die Meldung »Akku ersetzen« aufschien, eineinhalb Jahre alt gewesen.
Jedes Jahr ein neuer Akku?
Sinofsky argumentiert, die meisten Hersteller würden auf Notebook-Akkus nur eine Garantie von einem Jahr geben. Das belege, dass die Anbieter selbst davon ausgingen, dass ältere Stromversorgungen Probleme aufwerfen könnten.
Fazit: Notebook-Nutzer, so die Schlussfolgerung aus Sinofskys Argumentation, die keine Warnmeldungen von Windows 7 erhalten möchten, sollten jährlich den Akku ihres Geräts ersetzen.
Das scheinen etliche betroffene Windows-7-Nutzer allerdings nicht hilfreich zu finden. In Antworten auf den Blog-Beitrag von Sinofsky verlangen einige, Microsoft möge sicherstellen, dass Windows 7 die tatsächliche Ladekapazität der Akkus als Maßstab verwendet, nicht den vom Hersteller angegebenen Design-Wert.
[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://blogs.msdn.com/e7/archive/2010/02/08/windows-7-battery-notification-messages.aspx#comments
- 1. Seite: Microsoft: Windows 7 ist kein Stromfresser
- 2. Seite: Jedes Jahr ein neuer Akku?
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