Google-Anwendungen:
Google will Business-Anwendungen online vermarkten
Software für Geschäftskunden will Google in einem Online-Shop anbieten. In dem Store sollen auch Programme von Drittanbietern zu haben sein.
Offenkundig hat sich Google [1] ein Beispiel an Microsoft [2] genommen. Der Software-Riese aus Redmond bietet einen Teil seiner Software-Palette über den Online-Shop Microsoft Store [3] an.
Google will Google Apps durch Geschäftsanwendungen von Drittanbietern aufwerten. Diese sollen über einen Online-Shop vermarktet werden.
Im November 2009 kamen Gerüchte hoch, künftig werde Microsoft auch Hard- und Software von Drittfirmen über den Store vertreiben. Bislang ist das jedoch noch nicht der Fall, weder in der US- noch der deutschen Version des Online-Shops.
Google plant nun nach Informationen des Wall Street Journal [4] Vergleichbares. Das Unternehmen will in einem Online-Shop Software für Geschäftskunden offerieren. Die Voraussetzung: Diese Programme müssen mit den Web-Services von Google zusammenspielen, etwa Google Apps oder dem Collaboration-Dienst Google Wave, der derzeit im Beta-Test ist.
Vermarktung gegen Umsatzbeteiligung
Anwendungsentwickler sollen demnach ihre Applikationen über das Portal vermarkten können. Google erhält einen Teil der Kaufsumme. Allerdings gab der Suchmaschinen-Betreiber keine Details zu dem Projekt bekannt.
Auf den Zug in Richtung App-Stores sind in der jüngsten Zeit etliche Firmen aufgesprungen, darunter RIM (Blackberry App World) und Nokia (Ovi). Auch Software-Firmen wie Oracle, Novell und Red Hat offerieren ihre Programme online.
Vorbild Apple
Das große Vorbild all dieser Anbieter ist Apples App Store. In Online-Shop des Unternehmens finden sich mittlerweile mehr als 100.000 Anwendungen für das iPhone und den iPod, wenn auch meist keine Business-Applikationen. Anfang Januar gab Apple bekannt, dass seit dem Start des App Store mehr als drei Milliarden Anwendungen heruntergeladen wurden.
Mithilfe seines Online-Shops will Google offenkundig Geschäftskunden seine Google-Apps-Services schmackhaft machen. Diese Kombination aus Online-Speicherplatz, Collaboration-Plattform, Textverarbeitung, Spreadsheet-Anwendung, E-Mail sowie Kalender- und Kontaktdatenmanagement nutzen nach Angaben der Firma derzeit weltweit rund 2 Millionen Geschäftskunden.
[1] http://www.google.de
[2] http://www.microsoft.de
[3] http://emea.microsoftstore.com/DE/
[4] http://www.wsj.com
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