Kosten für den Wechsel bereiten Sorgen:
Windows 7: Große Bereitschaft für den Wechsel

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung, Werner Veith

15.04.2009

Ein großer Teil der Unternehmen plant, direkt von Windows XP zum demnächst zu erwartenden Windows 7 zu migrieren. Windows-Vista wird hingegen von den meisten Firmen weiterhin ignoriert oder gleich übergangen.

83 Prozent der US-Unternehmen planen laut einer Studie von Dimensional Research [1], bei den Windows-Betriebssystemen eine Version auszulassen. Sie wollen direkt den Schritt vom derzeit am meisten genutzten Windows XP zu Windows 7 zu vollziehen. Dabei lassen sie das aktuelle, aber nur selten in Unternehmen eingesetzte Windows-Vista aus. Lediglich zehn Prozent wollen den von Microsoft empfohlenen Weg gehen, zunächst noch Vista einzuführen und dann erst zu Windows 7 zu wechseln. Dieses ist im Prinzip ein stark aufgewertetes Vista.

Der geringere Ressourcenverbrauch im Vergleich zu Vista ist einer der Hauptgründe Windows 7 auszurollen.

Die allgemeine Bereitschaft zu einer raschen Migration hin zu Windows 7 ist dabei nach den bisherigen Aussagen und Plänen der Verantwortlichen sehr hoch. 17 Prozent wollen schon binnen zwölf Monaten Windows 7 unternehmensweit einsetzen. Dabei ist jedoch anzumerken, dass das Erscheinungsdatum des neuen Betriebssystems noch gar nicht feststeht. 42 Prozent legen sich auf einen möglicherweise realistischeren Zeitplan fest: Sie kalkulieren mit der hauseigenen Umstellung auf Windows 7 mit einem Zeitraum zwischen zwölf und 24 Monaten.

Weitere 24 Prozent wollen sich bis zu drei Jahre Zeit lassen. Damit setzt eine überwältigende Mehrheit auf die Einführung von Windows 7 binnen kurzer Zeit. Dabei gilt es aber auch zu bedenken, dass es vor dem Start von Windows-Vista ähnlich optimistische Prognosen gab (etwa von Jupiter Research), die dann der Realität allerdings bei Weitem nicht standhielten.

Gegenargumente Kosten und Kompatibilität

Neben der »Vorfreude« auf Windows 7 bereitet das neue Betriebssystem den IT-Verantwortlichen allerdings auch einige Sorgenfalten. So gibt es etwa Bedenken hinsichtlich der Software-Kompatibilität: Diese soll theoretisch den problemlosen Einsatz aller auf Vista laufenden Programme erlauben. Ein zweiter Punkt sind die den Anforderungen an die Hardware. Auch das erforderliche Anwendertraining, Stabilität, Leistung und Sicherheit des künftigen Betriebssystems lassen noch Fragen offen.

Und gerade in der Krise ist naturgemäß der Kostenaspekt entscheidend: Die Migrationskosten auf Windows 7 bereiten 72 Prozent Kopfzerbrechen. Dagegen halten es 28 Prozent für teuerer, beim veralteten Windows XP zu bleiben.

Mit freundlicher Genehmigung von Computer Reseller News [2]

[1] http://www.dimensionalresearch.com./
[2] http://www.crn.de/

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