Client-Betriebssysteme: Windows:
Microsoft: Auch Windows-7-Nutzer können auf XP downgraden

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

07.04.2009

Wer einen Rechner mit vorinstalliertem Windows 7 kauft, wird die Möglichkeit haben, auf die Vor-Vorgänger-Version Windows XP »downzugraden«. Das teilte Microsoft seinen Vertriebspartnern mit.

In einem Gespräch mit unserem Partner-Portal Channelweb.com [1] bestätigte ein Sprecher von Microsoft [2], dass Käufer von PCs mit Windows 7 an Bord auf Windows XP umstellen können. Man werde in dieser Sache ebenso verfahren wie bei Windows Vista.

Ebenso wie bei Vista will Microsoft bei Windows 7 ein Downgrade auf XP erlauben.

Nach der zögerlichen Akzeptanz von Vista, vor allem bei Geschäftskunden, gingen große PC-Lieferanten wie Dell [3] und Hewlett-Packard [4] dazu über, ihren Kunden als »Add-on« zu Vista-Lizenzen Downgrade-Pakete auf Windows XP anzubieten. Wer einen PC mit Vista Business oder höher kauft, erhält auf Wunsch und gegen Aufpreis eine XP-Lizenz.

Dasselbe Modell wollen Microsoft und seine Partner offenbar jetzt auch bei Windows 7 anbieten. Damit trägt der Software-Hersteller dem Umstand Rechnung, dass sich XP bei vielen Anwendern, speziell aus dem Business-Bereich, immer noch großer Beliebtheit erfreut. Einen, allerdings eingeschränkten, Support für das Betriebssystem wird die Softwarefirma noch bis April 2014 leisten.

Nach einem internen Memo von Hewlett-Packard, das publik wurde, soll Windows 7 im Oktober auf den Markt kommen. Anwender, die einen Windows-7-Rechner kaufen, haben demnach bis Ende April 2010 die Option, auf Windows XP zurückzugehen. Microsoft gab zu diesen Informationen keinen Kommentar ab.

[1] http://www.channelweb.com/
[2] http://www.microsoft.de/
[3] http://www.dell.de/
[4] http://www.hp.com/de