Linux-Server statt Windows:
Alfresco als Sharepoint-Server

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

04.08.2008

Mit der Version 3 des Enterprise-Content-Management-Systems unterstützt »Alfresco Labs« das »SharePoint«-Protokoll von Microsoft. Die Open-Source-Software will so eine Wahl neben der Microsoft-Lösung sein.

Anwender von Microsoft-Office sollen nun genauso auf die Open-Source-Software Alfresco-Lab 3 [1] wie einen Sharepoint-Server zugreifen. Eine zusätzliche Installation eines Clients ist dabei nicht notwendig. Alfresco Software [2] hat dazu in einer Beta-Version das entsprechende Protokoll implementiert. Dieses hatte Microsoft im April dieses Jahres im Internet veröffentlicht [3] Die Lösung lässt sich aber auch als Web-Part innerhalb eines Sharepoint-Portals einsetzen.


Check-in eines Dokuments in das Enterprise-Content-Management-System »Alfresco Lab«

Weiter erlaubt die »Alfresco Surf«-Komponente den Aufbau dynamischer Web-Applikationen auf der Basis von »REST« (Representational-State-Transfer). Rest ist eine Wahl neben Soap, um Web-Services zu realisieren. Es handelt sich dabei um eine Vorgehensbeschreibung zum Einsatz von Web-Standards und nicht um eine weitere Technologie. Dazu bringt Alfresco ein »RESTful« API mit. Rest-ful bezeichnet Lösungen, die den Entwurfsprinzipien von Rest folgen. Basis der Surf-Plattform ist die Web-Script-Technologie von Alfresco Software.

Mit »Alfresco Share« enthält das Release auch ein Preview einer Social-Computing-Applikation. Außerdem verwendet Alfresco Lab die »Yahoo! User Interface«-Library und nutzt Adobe-Flash.

Das ECM-System unterstützt Linux, MacOS, Unix und Windows. Unter anderem arbeitet es mit Oracle- und »MySQL«-Datenbanken. Als Anwendungs-Server kommen etwa »JBoss Application Server« oder Apache Tomcat« zum Einsatz. Die Beta-Software steht im Internet zum Download bereit.

[1] http://wiki.alfresco.com/wiki/Alfresco_Labs_3
[2] http://www.alfresco.com/
[3] sharepoint-dokumente-im-web-mit-reddot-veroeffentlichen/

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