Client-Betriebssysteme: Windows:
Windows: XP geht, Windows 7 kommt
Ab 1. Juli ist Schluss mit PCs, die mit einem vorinstallierten Windows XP ausgeliefert werden. Dann bleibt Usern nur noch der »Downgrade« von einer Vista-Lizenz. Doch bereits 2010 kommt angeblich der Vista-Nachfolger Windows 7.
Ende Juni läuft die Gnadenfrist aus, die Microsoft [1] Windows XP eingeräumt hat. Nur bis zu diesem Datum können PC-Hersteller und Händler noch Windows-XP-Lizenzen ordern, die für die Installation auf neuen PCs bestimmt sind. Zwar dürfen solche Rechner auch nach dem 30. Juni noch verkauft werden, aber Nachschub an XP-Software gibt es keinen mehr.
Ab dem 1. Juli nur noch auf Umwegen zu erhalten:Windows XP.
Eine Ausnahme sind ultramobile PCs wie beispielsweise der EeePC von Asus [2]. Auf diese Geräte darf Windows XP noch bis zum 30. Juni 2010 aufgespielt werden. Und sollte der Vista-Nachfolger Windows 7 später als geplant auf den Markt kommen, so Microsoft, werde die Windows XP Home Edition noch ein Jahr nach Erscheinen des neuen Betriebssystems verfügbar sein.
Ganz zu ist ab Juli die Tür für XP-Freunde allerdings nicht. Große Hersteller wie Dell [3] und Hewlett-Packard [4] bieten für ihre PCs eine »Downgrade«-Option an. Die Geräte werden zwar mit Windows Vista Business oder Ultimate ausgeliefert, jedoch legen sie dem System auch Datenträger mit Windows XP bei.
Umsonst ist dieser Service allerdings nicht. Dell etwa verlangt dafür bei den Business-Desktop-Systemen der Reihe »Vostro« 15 Euro extra.
Nachfolger von Vista kommt im Januar 2010
Speziell für Unternehmen, die sich bislang Windows Vista gegenüber zugeknöpft zeigten, dürfte folgende Information von Interesse sein: Nach Informationen des amerikanischen Netzwerkfachtitels Network World [5] informierte Microsoft Geschäftskunden darüber, dass Windows 7 im Januar 2010 auf den Markt kommt.
Das bessere Vista: Ab Anfang 2010 soll Windows 7 den XP-Nachfolger ersetzen.
In einem Offenen Brief [6] nannte Microsoft-Senior-Vice-President Bill Veghte dieses Datum. Veghte ist Leiter der Online Services and Windows Business Group von Microsoft.
Veghte schreibt, dass die Road Map von Microsoft vorsieht, Windows 7 drei Jahre nach Erscheinen von Vista herauszubringen. Windows Vista hat der Konzern im Januar 2007 vorgestellt.
Laut Veghte klagten viele Anwender über Kompatibilitätsprobleme beim Umstieg von früheren Windows-Versionen auf Vista. Das soll bei Windows 7 nicht mehr der Fall sein. Allerdings wird auch die neue Windows-Version auf dem Kern von Vista aufsetzen.
Kostenpflichtiger Support für XP bis 2014
Für Anwender, die XP einsetzen, bedeutet dies, dass sie durchaus Vista überspringen können, auch wenn Bill Veghte natürlich davon abrät.
Microsoft bietet XP-Anwendern bis zum 14. April 2009 Mainstream-Support und bis zum 8. April 2014 einen Extended-Support an. Beim Mainstream-Support stehen kostenlose Hilfsangebote sowie Sicherheitsupdates zur Verfügung.
In der Extended-Phase sind weiterhin Sicherheitsupdates erhältlich, die technische Unterstützung ist jedoch kostenpflichtig. In der letzten Phase, Non-Supported, gibt es ausschließlich Online-Unterstützung sowie die Support-Angebote der Microsoft-Partner.
[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://www.asus.de/
[3] http://www.dell.de/
[4] http://www.hp.com/de
[5] http://www.networkworld.com/
[6] http://www.microsoft.com/windows/letter.html
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