Online-Zusammenarbeit:
Acrobat.com will Microsoft und Google Konkurrenz machen

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

03.06.2008

Adobe Systems hat die Hosted-Services der Reihe »Acrobat.com« zum Beta-Test freigegeben. Ähnlich wie bei Googles »Text & Tabellen« und Microsofts »Office Live« können Anwender von Adobe.com Dateien und Dokumente austauschen oder gemeinsam bearbeiten sowie Web-Konferenzen durchführen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Ins Geschäft mit Online-Diensten, die den Austausch von Daten und die Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen erlauben, steigt Adobe Systems [1] mit Acrobat.com [2] ein. Der Hersteller hat die Plattform für den öffentlichen Beta-Test freigegeben. Interessenten können sich kostenlos bei Acrobat.com registrieren und erhalten dann Zugang zu den Services.

Acrobat.com Buzzword ist eine Textverarbeitung. Sie erlaubt es unteranderem, Bilder und Kommentare einzufügen.

Adobe bietet um Rahmen von Acrobat.com mehrere Hosted-Services an. »Adobe Buzzword« ist eine Web-gestützte Textverarbeitung à la Googles Text & Tabellen. Nutzer können Dokumente erstellen, mit anderen Autoren gemeinsam bearbeiten oder von diesen kommentieren lassen. Integriert ist eine Druckfunktion.

Das Tool bietet allerdings nur Grundfunktionen. Text & Tabellen, das allerdings bereits schon längere Zeit verfügbar ist, wird Adobe Buzzword in der vorliegenden Form nicht den Rang ablaufen können, ganz zu schweigen von der Online-Version von Microsoft Word.

Videokonferenzen und Desktop-Sharing

Einen Web-Konferenzservice stellt »Connect Now« bereit. Neben klassischen Videokonferenzen stellt er eine Chat- und Desktop-Sharing-Funktion bereit. Dieses Feature dürfte vor allem für Firmen interessant sein, auch für »virtuelle Unternehmen«, die sich beispielsweise im Rahmen eines Projekts zusammenfinden. Connect Now ist derzeit allerdings nur für bis zu vier User ausgelegt.

Eine weitere Funktion von Acrobat.com ist der Austausch von Dateien (File-Sharing). Integriert ist eine Zugriffskontrolle, mit der sich der Zugang zu den einzelnen Files steuern lässt. Für Dateien stehen insgesamt 5 GByte Online-Speicher zur Verfügung.

Create PDF wandelt Office-Dateien, etwa Word- oder Excel-Files, in PDF-Dokumente um.

Mit »Create PDF« kann der User bis zu fünf Dokumente in das PDF-Format umwandeln. Unterstützt werden unter anderem Microsoft Word, Excel, Powerpoint sowie weitere Formate. Bei einem Test verweigerte Create PDF allerdings das Konvertieren eines docx-Dokuments von Office 2007. Problemlos lief das Ganze dagegen mit einer Word-2003-Datei.

Schützenhilfe für Acrobat 9

Mit Acrobat.com will Adobe auch den Ein- und Absatz des neuen Acrobat 9 forcieren. Anwender der neuen Version von Acrobat erhalten laut Adobe mit Acrobat.com Zugriff auf einen persönlichen, virtuellen Arbeitsplatz. Sie können Dokumente erstellen und zusammen mit einem Team überarbeiten oder korrigieren.

Derzeit leidet die Online-Plattform noch unter Kinderkrankheiten. Diese dürften jedoch in Kürze überwunden sein. Man darf gespannt sein, wie sich Acrobat.com dann gegen die Konkurrenten von Google und Microsoft behaupten wird.

[1] http://www.adobe.de/
[2] http://www.acrobat.com/

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