Tools für Windows-Systemverwalter:
Praxistipp: Microsoft Assessment and Planning

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de), Dirk Jarzyna

16.05.2008

Vor größeren Upgrade- oder Migrationsprojekten stellt sich den IT-Mitarbeitern die Frage, ob die vorhandene Installation die neue Software überhaupt unterstützt. Der Microsoft-Assessment-and-Planning-Solution-Accelerator (MAP) hilft, diese Frage zu beantworten.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Im Kern ist der Microsoft-Assessment-and-Planning-Solution-Accelerator [1] (MAP) ein Inventarisierungs-, Assessment- und Berichtswerkzeug. Es eignet sich sowohl für kleine als auch große IT-Installationen.


Das Programm von Microsoft [2] untersucht Computer und Geräte, ohne dass Administratoren zuvor Agenten-Software darauf installieren müssen. Das ist vorteilhaft, denn nach der Migration hat MAP seinen Zweck ja erfüllt und kann deinstalliert werden. Dass Agenten-Software wieder von den Systemen verschwindet, braucht sich in diesem Fall also niemand zu kümmern.

(MAP) macht es IT-Profis leicht, die vorhandene IT-Installation zu analysieren und die richtigen Microsoft-Produkte zu bestimmen. Das Programm liefert Daten, die den Planungsprozess für Migrationen zu folgenden Produkten deutlich vereinfachen: Windows-Vista, Microsoft-Office-2007, Windows-Server-2008, Microsoft-Application-Virtualization, Virtual-Server-2005-R2 und Windows-Server-2008-Hyper-V.

Hardware in Analyse mit einbezogen

Die drei Schlüsselfunktionen des Programms sind die Hardware-Inventarisierung, die Kompatibilitätsanalyse und die Erzeugung von Readyness-Reports.

MAP baut auf den Assessment-Features des Windows-Vista-Hardware-Assessment-Solution-Accelerators auf. Zu diesen Features zählen Windows-Vista- und Microsoft-Office-2007-Assessment sowie die Inventarisierung von Nicht-Windows-Geräten unter Verwendung von SNMP.

Berichte sind in mehreren Sprachen erhältlich, darunter Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.

Das Programm ist kostenlos erhältlich. Es steht auf dieser Web-Seite von Microsoft [1]zum Herunterladen bereit.

Die Software ist nur in Englisch verfügbar. Je nach Funktionsumfang hat sie eine Größe von bis zu 48 MByte. Die aktuelle Version stammt vom Februar dieses Jahres.

Alternative für kleine Firmen

Für kleine Unternehmen mit wenigen Rechnern, die den Umstieg von Windows XP auf Windows Vista erwägen, bietet sich ein anderes Tool von Microsoft an: der Windows Vista Upgrade Advisor [4]. Das Programm analysiert die PC-Hardware und teilt dann mit, inwieweit der Rechner die Anforderungen von Vista an CPU-Leistung, Performance der Grafikkarte et cetera erfüllt.

Das Tool läuft auf Systemen, auf denen Windows XP ab Service-Pack 2 installiert ist. Außerdem erfordert NET.-Framework 1.1 sowie Support von MSXML 4.0 Die Software ist 7,2 MByte groß.

Für IT-Administratoren ist ein weiteres Werkzeug interessant: das Automated Installation Kit (AIK) für Windows Vista SP1 und Windows Server 2008 [5]. Das 1,2 GByte große Programm erlaubt es, Windows-Vista und Windows Server 2008 von einer zentralen Stelle aus automatisch auf Systemen zu installieren.

Außerdem lassen sich mit dem AIK Windows-Images und Windows-PE-Versionen (Preinstallation Environment) erzeugen. Auch dieses Tool ist kostenlos erhältlich.

[1] http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=67240b76-3148-4e49-943d-4d9ea7f77730&DisplayLang=en
[2] http://www.microsoft.de/
[3] http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=67240b76-3148-4e49-943d-4d9ea7f77730&DisplayLang=en
[4] http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=42B5AC83-C24F-4863-A389-3FFC194924F8
[5] http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=94BB6E34-D890-4932-81A5-5B50C657DE08&displaylang=de

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