Online-Bereich im Aufwind: Gaming 2.0

Neue Spielregeln sorgen für einen grundlegenden Wandel im Games-Bereich. Mit Freemium, Social und Mobile Gaming bestimmen zunehmend neue Nutzer, was, wie und wo gespielt wird.

Neue Zielgruppen verändern das Gaming. (Bild: auremar / Fotolia)

Die Games-Branche hält sich in Deutschland stabil, solides Wachstum gibt es jedoch nur in einzelnen Bereichen. Nachdem der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. (BIU) im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von einem Prozent auf 845 Millionen Euro verzeichnete, soll 2012 erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro geknackt werden (2011: 1,99 Milliarden Euro). Allerdings ist der Aufschwung vor allem neuen Spielarten zu verdanken, während die klassischen Absatzformen im Vergleich an Boden verlieren.

Zwar stellte der Verkauf von Datenträgern und Downloads 616 Millionen Euro noch immer den Löwenanteil des Gesamtumsatzes im Softwarebereich und wuchs um 6,3 Prozent auf insgesamt 35 Millionen verkaufte Spiele an. Konsolenspiele machen dabei mit 300 Millionen weiterhin mehr Umsatz als PC-Spiele mit 212,1 Millionen Euro. Dennoch zeigt sich hier schon der wichtigste aktuelle Trend im Markt: Online. Während die Zahl der als Box verkauften Datenträger stagniert, verzeichnete der BIU in der digitalen Distribution ein starkes Wachstum, 42 Prozent der Spiele wurden im ersten Halbjahr online vertrieben. Dieser Zuwachs ist zumindest im klassischen Spiele-Segment jedoch ein zweischneidiges Schwert: Das starke Wachstum bei den Downloads kann den Rückgang der verkauften Boxen bei Weitem nicht abfedern, so dass trotz der steigenden Absatzzahlen der Umsatz um 3,7 Prozent abrutschte. Die echten Wachstumsimpulse und Gewinne kommen damit inzwischen aus anderen Bereichen.