Übernahme gescheitert: Allgeier-Easy-Deal endgültig geplatzt

Die Übernahme von Easy Software durch die Münchener Systemhausgruppe Allgeier kommt nicht zustande. Nachdem zu wenige Aktionäre von Easy Software die Offerte abgelehnt hatten, verfolgt Allgeier das Angebot nicht weiter.

Allgeier-Vorstand Dr. Marcus Goedsche

Die Münchner Systemhausgruppe Allgeier wird den Software-Spezialisten Easy Software nicht wie zunächst geplant übernehmen. Die IT-Dienstleister hatte Mitte Juli ein Angebot von vier Euro pro Aktie des Mühlheimer Anbieters von Software für Enterprise Content Management gemacht. Allgeier hatte die Offerte allerdings an die Bedingung geknüpft, dass mindestens 75 Prozent der Aktionäre von Easy Software das Angebot annehmen.

Dieses Quorum wurde nun jedoch unterschritten. Das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot lief in der vergangenen Woche aus.

»Das Ergebnis ist zwar bedauerlich, aber wir mussten auch diesen Ausgang von Anfang an mit einkalkulieren. Eine Verbindung der Geschäftsaktivitäten beider Unternehmen halten wir auch weiterhin für sinnvoll. Unabhängig davon werden wir unseren Wachstumskurs konsequent fortsetzen und andere Möglichkeiten zur Erweiterung des Leistungsportfolios nutzen«, sagt Dr. Marcus Goedsche, Mitglied des Vorstands bei Allgeier.

Bis zuletzt habe das Allgeier Management intensiv mit den Großaktionären der Easy Software verhandelt und alle möglichen Optionen geprüft und verfolgt, betont der Münchner Dienstleister. Aufgrund erheblich unterschiedlicher Vorstellungen habe man jedoch keine Einigung erzielen können.