Client-Virtualisierung weiterhin der Schwerpunkt: Citrix auf Wachstumskurs

Der Virtualisierungsspezialist Citrix Systems hat seine Palette für Cloud-Lösungen erweitert, der Schwerpunkt bleibt indes bei den Clients. Ein Ökosystem aus anderen Herstellern sowie Vertriebs- und Dienstleistungspartnern soll neue Wachstumsdimensionen erschließen, wie Jürgen Müller, DACH-Chef bei Citrix, im Interview mit CRN erläutert.

»Im Channel ist für uns Diversifizierung wichtig« Jürgen Müller, Area Vice President Central Europe bei Citrix (Bild: Citrix)

CRN: Herr Müller, wie soll es bei Citrix in der absehbaren Zukunft weitergehen?

Müller: Wir haben uns vorgenommen, bis Ende 2015 weltweit auf fünf Milliarden Dollar Umsatz zu kommen. Im letzten Geschäftsjahr hatten wir 2,2 Milliarden Dollar. Über lokale Zahlen sprechen wir nicht, aber wir sind auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gut unterwegs. Ich glaube, mit dem, was wir bei Cloud Computing abbilden, ist unsere Zeit gekommen. Das Fenster der Möglichkeiten ist da. Das zeigt auch der Zuspruch zu unseren Veranstaltungen. Es handelt sich nicht um ein deutsches oder europäisches Phänomen.

CRN: Was bietet Citrix denn fürs Cloud Computing?

Müller: Wir sprechen von den drei PCs: Personal, Private und Public Cloud. Es geht um eine neue Art, IT-Services bereitzustellen. Bei der Personal Cloud stehen die einzelnen Benutzer im Zentrum, die unterschiedliche Geräte haben, mit Windows oder Android oder auch ein iPad, und Applikationen darauf nutzen. Unser Produkt Netscaler sorgt für das Delivery von der Private zur Personal Cloud. Dahinter gibt es eine Public Cloud, und zwischen Public und Private Cloud vermittelt wiederum Netscaler.

CRN: Die Basis bildet Virtualisierung?

Müller: Ja. Zugrunde liegt unser Xen Server als Virtualierungsmaschine, wir können aber auch mit Hypervisoren anderer Anbieter arbeiten. Darüber liegt eine Orchestrierungs- und Provisionierungsschicht. Mit der quelloffenen Plattform Cloud Stack stellen wir einen Zugangspunkt für Daten und Applikationen bereit und unterstützen beliebige Devices. Hinzu kommt ein Cloud Portal, das vor allem für Service Provider relevant ist. Dazu gehört eine Billing Engine, sodass Abrechnungen möglich sind.

CRN: Deckt Citrix die Verwaltung auch ab, oder ist das eher etwas für traditionelle IT-Management-Anbieter wie CA oder HP?

Müller: In unserer Sicht geht es nicht so sehr um die Administration, sondern mehr um die Orchestrierung von Services. Im Rahmen der V-Alliance arbeiten wir mit Microsoft gut zusammen, sodass sich für Verwaltungsaufgaben deren Produkt System Center nutzen lässt.

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