Unified Communications: Dieses Fachwissen brauchen Reseller fürs UC-Geschäft

Unified Communications soll die Erreichbarkeit von Kommunikationspartnern verbessern und Geschäftsprozesse beschleunigen. Mit neuen Aspekten wie der Integration von Video und Telefonie aus der Cloud müssen auch Reseller ihr Know-how ausbauen, um UC-Systeme in Zukunft erfolgreich vermarkten zu können.

Unified Communications gehört in vielen Unternehmen zum Alltag, Foto: Cisco

Die Kommunikationsmöglichkeiten im Arbeitsalltag sind heute vielfältig. Telefon, Smartphone, E-Mail, SMS, Chat, Videokonferenz geben Mitarbeitern eine Reihe von Möglichkeiten an die Hand, mit Kollegen und Geschäftspartnern in Kontakt zu treten. Dennoch: Die Erreichbarkeit hat sich trotz der vielen Hilfsmittel eher verschlechtert. Dadurch geht im Büroalltag viel Produktivität verloren – vor allem in Teams, die über mehrere Standorte hinweg zusammenarbeiten.

Als Heilsbringer im Kommunikationsdschungel gilt seit Jahren Unified Communications (UC): Die »vereinheitlichte Kommunikation« soll isolierte Lösungen für Telefonie, Voicemail und E-Mail durch eine integrierte Plattform ersetzen und den Mitarbeitern neue Möglichkeiten bieten, ihre Kommunikation ohne Medienbrüche zu organisieren. Mit UC-Lösungen können Nutzer etwa aus E-Mail-Programmen wie Microsoft Outlook oder Lotus Notes direkt telefonieren oder Sprachnachrichten per Mail zu empfangen. Auch mobile Mitarbeiter sollen mit Hilfe von UC-Systemen effizienter arbeiten: Dank »One-Number-System« lässt sich unterwegs das iPhone genauso einsetzen wie im Büro das Arbeitsplatztelefon, auch im Home Office ist ein Mitarbeiter unter seiner Büronummer zu erreichen.

Nach anfänglicher Skepsis bei den Kunden werden Unified Communications-Systeme mittlerweile immer beliebter. »Die Nachfrage im UC-Umfeld ist stark gestiegen, speziell bei Lösungen, die auf bestehender Infrastruktur aufsetzen und somit kostengünstig integriert werden können. Die Preise sind hier stark unter Druck geraten – die großen Hersteller am Markt bemühen sich um die gleichen Kunden. Hiervon profitiert vor allem der Reseller, der seinen Kunden günstige Einstiegspreise in die UC Welt bieten kann und der Endkunde, der hochwertige Lösungen für verhältnismäßig wenig Geld bekommt«, sagt Dirk Obendorf, Business Unit Manager Cisco bei Tech Data.

Der weltweiten Studie von Siemens Enterprise Communications »State of Enterprise Communications 2012« zufolge setzt mehr als die Hälfte der rund 1.100 Befragten bereits IP-basierte Kommunikationslösungen wie Unified Communications ein. Rund 90 Prozent gaben an, für 2012 an die Einführung von IP-basierter Web Collaboration, UC und IP-Videokonferenzen zu denken. »Insbesondere in Deutschland sehen wir einen enormen Nachholbedarf in der Nutzung der neuen Kommunikationslösungen und Services«, sagt Andreas Lauterbach, Bereichsleiter Consulting & Design bei Siemens Enterprise Communications (SEN).